Prag ist eine Reise wert!

2015-10-22 Prag 13Prag war schon immer eine wahnsinns Stadt. Die Stadt von Moldau, Hradschin und Karlsbrücke, von Pilsner Urquell und Becherovka, von Gulasch, Glaskunst und dem kleinen Maulwurf. Dazu tolle Gebäude, schöne Gassen und günstige Preise. Anstatt sich zu fragen, warum man da nicht öfter hinfährt, kann man sich auch einfach ins Auto setzen und losfahren. Genau das haben wir letzte Woche gemacht. Drei Tage Prag. Drei Tage wahnsinns Stadt.

Stressfreie Anfahrt2015-10-23 Prag - Blatnice Gulasch im Brotlaib 02

Kurz hinter Amberg hört der Verkehr auf, und die restlichen 230 Kilometer hat man quasi freie Fahrt. Zumindest, wenn man daran gedacht hat, sich eine Vignette zu kaufen und konstant mit Licht zu fahren – sonst kann es sein, dass einen die Polizei mal kurz anhält. Wir hatten keine Probleme und kamen stressfrei nach drei Stunden Fahrt in der tschechischen Hauptstadt an. OK, unser Hotel war etwas subotpimal: Eine Absteige im Sozialismus-Look, die zu allem Überfluss über einer Disco lag. Laute Technomusik, hör- und fühlbar die ganze Nacht – da kam weder Schlaf noch Freude auf. Aber die Lage war exzellent! Und außerhalb unseres Hotels hat sich Prag auch tatsächlich in all seiner Pracht präsentiert. Bestes Wetter, Herbststimmung und Glühwein an jeder Ecke, da macht der Stadtbummel Spaß. Außerdem überall nette Menschen und insgesamt eine super Atmosphäre.

Prags kulinarische Genüsse

2015-10-22 Prag - Hradschin bei Nacht 01Ganz oben auf der “Da-freu-ich-mich-drauf”-Liste in Tschechien stehen bei mir immer die Restaurantbesuche. Kaum irgendwo kann man beim Essengehen so wenig falsch machen. Vorausgesetzt, man ist weder Vegetarier noch Abstinenzler. Hocherfreut habe ich festgestellt, dass mein Lieblingsrestaurant von früher immer noch existiert. Das Blatnice, wo es genialstes Gulasch im Brotlaib gibt. Fürs Abendessen haben wir außerdem ein (zugegebenermaßen nicht ganz billiges) Lokal mit Blick auf Moldau und den beleuchteten Hradschin ausfindig gemacht: Das Bellevue. Dort gab es nicht nur exzellentes Essen, sondern auch tschechische Weine (!), die unserer anfänglichen Skepsis zum Trotz vorzüglich geschmeckt haben.

Veränderungen

Das letzte Mal war ich 2009 in Prag. Etwas schade fand ich, dass auch hier nun die großen Ketten massiv Einzug gehalten haben. Der Wenzelsplatz beispielsweise, den ich in meiner Erinnerung2015-10-23 Prag - Moldau Karlsbrücke 01 immer mit einem Besuch in einem zwielichtigen Casino und einem unverhofften Poker-Gewinn in Verbindung bringe, ist mittlerweile eine einzige Shoppingmeile. Direkt auf dem Hradschin befindet sich nun ein Starbucks. Und in der Innenstadt tummeln sich C&A, H&M und was man halt so kennt. Schon ein bisschen schade. Aber immerhin sind die tollen Sehenswürdigkeiten noch da, wo sie 2009 waren, und sie sind auch immer noch genauso schön anzusehen: Der Hradschin, der über der Stadt thront, die langsam dahinfließende Moldau, und natürlich die Karlsbrücke, eine der ältesten erhaltenen Steinbrücken in Europa. Wer in Prag ist, wird da unbedingt mal drüberschlendern wollen. Mein Tipp: Die Karlsbrücke ist in einer Liga mit Akropolis und Machu Picchu. Von fern sieht sie schöner aus als wenn man sich direkt auf ihr befindet, und von fern kann man sie, von all den Menschenmassen, die über sie hinwegtrampeln, unbelästigt bewundern.

Schwarzlicht-Theater

Ein Höhepunkt unseres Kurz-Aufenthalts war unser Besuch in einem Schwarzlicht-Theater. Das scheint in Prag momentan der letzte Schrei zu sein. Ich hatte das zufällig im Internet entdeckt und natürlich gleich Karten gebucht. So richtig konnte ich mir darunter gar nichts vorstellen. Schwarzlicht kennt man ja eigentlich nur aus der Disco. Was man noch für geniale Sachen mit diesem Licht machen kann bekommt man in diesem Theater zu sehen – bunte, halb unsichtbare Menschen, Figuren, Dinge, die vor schwarzem Hintergrund herumzuschweben scheinen und grell leuchten. Man muss es einfach selbst sehen!

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