Auftakt Fernwehfestival: Mit Walter Költsch nach Norwegen

Fernwehfestival2014 (1 von 2)Gestern hat das Erlanger Fernwehfestival begonnen! Normalerweise wäre das ja mein Jahreshöhepunkt, aber nach hundert Tagen in Südamerika und einer Reise mit der Transsib in die Mongolei wäre es etwas seltsam, wenn ausgerechnet das Fernwehfestival der Höhepunkt schlechhin wäre. Deshalb sage ich einfach: Dieses Jahr jagt ein Höhepunkt den nächsten!

Ich liebe diese vier Tage, die jedes Jahr Mitte November stattfinden. Lars und ich halten uns dann immer quasi nonstop in Erlangen auf, lauschen den vielen tollen Reisevorträgen, probieren kulinarische Köstlichkeiten aus fernen Ländern und informieren uns an den Messeständen über die neuesten Trends in Sachen Reisen und Outdoor. Gestern Abend gab es den Auftakt, und zwar mit unserem Local Hero Walter Költsch und seinem Vortrag “Mit Fahrrad und Seekajak durch Norwegen und Schweden”.

Traditionell werden beim Auftakt des Fernwehfestivals außen vor der Halle zum Vortrag passende, landestypische Spezialitäten angeboten. Letztes Jahr war das Thema des Auftaktvortrags “Russland” und die Spezialitäten superleckere Piroggen. Beim Gedanken daran läuft mir noch heute das Wasser im Munde zusammen. Gestern sollte es Elchgulasch mit Glögg (schwedischen Glühwein) geben. Wir kamen eine volle Stunde vor Vortragsbeginn in Erlangen an, und was stellen wir fest? Das Elchgulasch ist alle!!!! Wirklich ärgerlich, dass die Veranstalter nicht mit solch einem Andrang auf dieses interessante Essen gerechnet hatten. Und irgendwie absurd, dass mir sowas immer in Erlangen passiert. Wirklich, so ziemlich immer wenn ich in Erlangen unterwegs bin gibt es irgendwelche Nahrungsengpässe, und wirklich immer lande ich in dieser einen Dönerbude, die es schon seit hundert Jahren zu geben scheint. So musste also auch gestern ein Döner herhalten. Die Menschen standen Schlange in dem türkischen Imbiss, so dass ich insgeheim vermutet habe, dass die Dönerbude einen Deal mit den Elchgulasch-Anbietern gemacht hatte, um ihren Umsatz anzukurbeln. Naja. Mit dem Döner in der Hand haben wir dann gerade noch den letzten Rest des wodkagetränkten Glöggs abbekommen und der Vortrag konnte beginnen.

Walter Költsch und ich am Erlanger Fernwehfestival

Walter Költsch hat erneut bewiesen, dass er ein Garant für gute Stimmung, tolle Aufnahmen und der Extra-Portion Entsetzen ist. Zusammen mit einem befreundeten Paar ist er mit dem Fahrrad und jeweils einem 100 kg schweren, vollbepackten Fahrradanhänger nach Nordnorwegen aufgebrochen, um sich von dort aus 1.200 Kilometer in Richtung Schweden vorzubewegen. Teils mit dem Fahrrad, teils mit dem Seekajak, wobei jeweils das eine Fortbewegungsmittel auf dem anderen transportiert werden musste. Seekajak-auf-Fahrrad ging ja gerade noch so, aber Fahrrad (und sonstiges Gepäck)-auf-Seekajak war dann schon abenteuerlich. Dazwischen musste jeweils das nicht genutzte Verkehrsmittel in stundenlanger Kleinarbeit komplett zerlegt und verpackt werden, und das teilweise in typisch nordischem Mistwetter – wäre ich dabeigewesen, ich wäre wahnsinnig geworden. Aber die tollen Landschaftsaufnahmen, die Bilderbuchdörfer und die wunderbaren Einblicke in die Natur Norwegens und Schwedens haben jede Strapaze wettgemacht – sowohl für Walter Költsch und seine Crew als auch für die Zuschauer. Der Vortrag war wirklich mal wieder absolut der Hammer und ich freu mich schon auf Ende November, da entführt uns der Walter nämlich nach Ecuador und Galápagos.

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