Fernweh Festival 2016: Sternstunde zum Ende
Mit Walter Költsch in die Mongolei

2016-11-20-fernweh-festival-walter-und-larsDer letzte Vortrag auf dem diesjährigen Fernweh Festival war dann gleich nochmal eine totale Sternstunde: Mit Walter Költsch ging es in die Mongolei und nach Sibirien. Diesen Vortrag habe ich schon mal gesehen (wann und wo ist leider nicht rekonstruierbar, aber ich schätze, es ist mindestens sechs Jahre her), mit nachhaltigen Folgen. Der Vortrag hat mich davon überzeugt, dass die Mongolei ein Land ist, wo ich unbedingt hin muss, und zwar am besten mit der Transsibirischen Eisenbahn. Diese Idee habe ich mittlerweile in die Tat umgesetzt, wenn natürlich bei Weitem nicht auf solch abenteuerliche Weise wie unser großer Abenteurer Walter Költsch.

Jedes Mal, wenn ich in einem Vortrag von Walter sitze, denke ich, dass genau dieser eine Votrag sein allerbester ist. Aber bei diesem Mal “Mongolei & Sibirien” muss ich echt sagen: Er hat sich selbst übertroffen. Eine derartig außergewöhnliche Reise mit all ihren Sonnen- und Schattenseiten im Film (!) festzuhalten und das Ganze dann mit so dermaßen viel Witz zu erzählen, dass der Vortragssaal quasi minütlich zwischen Entsetzen, Erstaunen und Lachen hin- und herschwankt, ist echt eine Kunst.

Die Reise beginnt in Moskau, wo Walter und drei Kumpels mit der Transsib (in der 3. Klasse wohlgemerkt) in Richtung mongolei-plakatMongolei aufbrechen. Dort schwingen sie sich aufs Fahrrad und radeln mal locker 3.000 Kilometer in Richtung Ulan-Bator. Durch Sand, Matsch, Wüste, Schlamm, Steppe und Gras, bei Sonnenschein, Gewitter, Starkregen und Wind. Der Zuschauer muss leiden, das ist ja Walters Vortragsmotto, und ja, gelitten haben wir. Und wie! Ich war sehr froh, dass meine eigene Mongoleireise dann doch etwas, äh, komfortabler war. Aber den gezeigten Anstrengungen zum Trotz bekam ich auf Anhieb wieder das Gefühl, dass die Mongolei ein Land ist, das man unbedingt einmal selbst gesehen haben sollte. Am liebsten wäre ich gleich wieder in die ratternde Transsib gesprungen und auf einem Kamel durch die Steppe geritten. Tolle Landschaftsaufnahmen, die faszinierenden Jurten und die superfreundlichen Menschen, die Walter in seinem Vortrag zeigt, regen einfach total dazu an, das selbst erleben zu wollen. Aber nicht unbedingt auf dem Mountainbike. Denn die gehen ja zum Beispiel auch mal kaputt. Wenn man dann mitten in der Wüste Gobi steht, ist das suboptimal… Suboptimal ist auch, wenn man sich anschließend noch weiter bis nach China wagt und dort bei einer nicht Englisch sprechenden Chinesin für den nächsten Tag das Frühstück vorbestellen soll. Der gesamte Saal hat Tränen gelacht, und ich glaube keiner wollte, dass dieser Vortrag je zu Ende geht.

Danke, Walter, für diesen wie immer herrlichen Vortrag und für dieses grandiose Fernweh Festival-Finale, das Du uns damit beschert hast!

Die Homepage von Walter Költsch: www.walters-verrueckte-reisen.de

(Sehr zu empfehlen ist neben allen Filmen von Walter 🙂 übrigens auch sein brandneuestes Werk “Eiskalt – Mit dem Fahrrad durchs Baltikum nach Russland”. Zieht Euch warm an, Leute!)

Ein Kommentar

  1. Was für eine Reise, was für ein Vortrag! Da muss man gleich los in die weite weite Welt.
    Danke Walter!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.