Zeitreise: Vor 8 Jahren in Chile

Mittlerweile sind wir seit 10 Tagen wieder daheim, und zugegebenermaßen ist es ein klitzekleines bisschen so, als wären wir nie weggewesen. Mir kommt es unwirklich vor, dass ich vor ein paar Wochen noch im Slum von Asunción stand und mir ganz selbstverständlich in Apotheken Haarshampoo gekauft habe, das sich in mit Vorhängeschlössern gesicherten Vitrinen befand. So ähnlich ging es mir auch nach meinem sechsmonatigen Südamerika-Aufenthalt im Jahr 2006. Irgendwann fing ich an zu denken, dass es gar nicht ICH war, die dort gewesen war, sondern nur irgendwer, den ich kenne und der mir davon erzählt hat. Aber: Ich habe Fotos als Beweis.

Weiterlesen

Te Pito O Te Henua – Auf zum Nabel der Welt!

Ich kann es mir nie merken. Google hat auch jetzt wieder aushelfen müssen: Te Pito O Te Henua. Der Nabel der Welt. Die Osterinsel! Unser nächstes Reiseziel. Wir sind schon voller Euphorie angesichts der drollig aussehenden Steinkolosse, die uns dort begegnen werden. Aber erstmal müssen wir dort hinkommen, und das ist gar nicht so einfach. Neben dem Nabel der Welt ist die Osterinsel nämlich gleichzeitig auch noch am Arsch der Welt. Um 6:30 Uhr werden wir morgen von “Transvip”, dem tollen neuen chilenischen Flughafenshuttleservice, abgeholt. Danach setzen wir uns für knappe sechs Stunden in ein Flugzeug, um auf eine artenarme, polynesische Insel zu gelangen, auf der es 19 Grad hat. Am Flughafen wird einem angeblich gleich mal eine Hula-Blumenkette um den Hals gehängt. Es scheint sich absolut zu lohnen – jeder Chilene flippt bei dem Wort Osterinsel vor Begeisterung schier aus. Wir sind also mega gespannt und machen uns langsam wieder ans Kofferpacken.

Weiterlesen

Ode an die alte Heimat… (Santiago de Chile)

Nach der unglaublich langen Wartezeit von sieben Jahren und sieben Monaten bin ich nun nach Santiago de Chile zurückgekehrt. Wenn auch leider diesmal nicht für sechs Monate, sondern nur für sechs Nächte. Ich möchte jede Sekunde festhalten und nicht an den Abschied denken. Vielleicht hätten wir nicht 100 Tage Südamerika, sondern 100 Tage Santiago de Chile machen sollen… Es ist, als wäre ich nie weg gewesen – alles ist so vertraut; so wenig hat sich verändert! Es gibt immer noch die große Eisdiele an der Hauptstraße,  den chaotischen Fahrradreifenreparierdienst und den kleinen Krämerladen, der Trockenfrüchte verkauft. Der Geschmack des Brotes ist so präsent in meinem Kopf, als hätte ich es erst gestern zum letzten Mal gegessen. Und auch die Muscheln aus der Dose habe ich gleich wiedergefunden und mit Genuss verspeist. Die absolute Begeisterung, die ich bei jedem Meter verspürt habe, den ich bereits in dieser Stadt zurückgelegt habe, ist immer noch ungebrochen. Es gibt noch immer so viel zu sehen und zu entdecken, und auch der Geruch der Stadt ist immer noch der gleiche.

Weiterlesen