Reiseführer-Warnungen vs. Realität (Bogotá)

“Ihr nehmt einfach den Bus bis Las Aguas, steigt dann in einen anderen Bus, und dann nehmt ihr noch ein Taxi. Ihr könnt ein Taxi auf der Straße anhalten, auch wenn es besser ist, sich eines rufen zu lassen. Aber ich habe schon lange nichts mehr von Verbrechen durch Taxifahrer gehört. Wenn ihr dann am Cerro Monserrate seid, könnt ihr hochlaufen oder mit der Seilbahn hochfahren. Und danach geht ihr von dort zu Fuß ins Zentrum.” So ungefähr lautete die Empfehlung unserer Hotelinhaberin Ela, als wir sie heute morgen fragten, wie wir zum Cerro Monserrate, einem 3.150m hohen Berg vor den Toren Bogotás, gelangen könnten. Nach alldem, was uns Reiseführer und diverse Websites geraten hatten, hauten mich Elas Worte so ziemlich um. Der Cerro Monserrate ist soooo gefährlich, hieß es stets. Man könne sich allenfalls am Wochenende hinwagen, wenn gleichzeitig viele Kolumbianer dem Hügel einen Besuch abstatten. Aber auf keinen Fall sollte man sich dort zu Fuß bewegen, Raub, Entführung und Vergewaltigung seien garantiert. Und dann das zweite No Go: Niemals, wirklich niemals, auf der Straße ein Taxi anhalten. Sich immer eins rufen lassen, ein sicheres, registriertes. Das konnte ja heiter werden.

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