Südamerika und Kriminalität (Erkenntnisse einer Reise, Teil 1)

Irgendwann im letzten Dezember haben Lars und ich Nägel mit Köpfen gemacht. Wir haben uns dazu entschieden, uns 100 Tage Auszeit vom normalen Leben zu nehmen, und zu reisen. So oft wir vorher über diese Idee sprachen, wir hatten dabei immer Südamerika im Kopf. Also fingen wir an, uns näher mit diesem Kontinent zu beschäftigen. Aber alles, was wir lasen, war nur abschreckend. In den Internet-Reise-Foren überschlagen sich die Leute mit Berichten über Kriminalität. Wir bekamen den Eindruck, dass man in Ecuador keinen Schritt auf der Straße gehen kann, ohne vergewaltigt zu werden (es gibt sogar ein staatliches “Notfall-Kit”, das man in einem solchen Fall in Anspruch nehmen kann). Wir dachten, in Bolivien drohen uns Entführung und Mord, und in allen anderen Ländern der “Millionaire’s Trip”, bei dem man von Taxifahrern zur großflächigen Abhebung seines Vermögens an den lokalen Geldautomaten gezwungen wird.

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(Un)sicherheit in der höchsten Hauptstadt der Welt (Quito)

Von Ecuador liest man nur Horrorstories über Kriminalität, Entführungen und Raubüberfälle. Nach allen Warnungen, die diverse Websites und unser Lonely Planet Guide verbreiten, erschien es uns quasi unmöglich, sich mehrere Tage im Land aufzuhalten ohne Opfer einer groß angelegten Diebestour zu werden. Ziemlich eingeschüchtert namen wir also unsere ersten Schritte durch Quito in Angriff.
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