Die Sache mit dem Rucksack… (Erkenntnisse einer Reise, Teil 2)

Er hat ausgedient. Will ihn jemand haben?

Selbst auf die Gefahr hin, dass die gesamte Backpacker-Community nun einen Nervenzusammenbruch erleidet – ich wage es, den folgenden Satz zu schreiben: Es hat sich nicht bewährt, mit Rucksack zu reisen. Weder in Island, noch in der Mongolei, noch in Südamerika.

Während uns in unseren Träumen also Samsonite-Hartschalenkoffer erschienen, haben wir uns gefragt: Warum, um alles in der Welt, reisen Leute mit Rucksäcken?

Weiterlesen

Vorbereitungen – Teil 2 (Noch 10 Tage bis Peking)

Meine neue Lieblingsbeschäftigung ist, mir abends im Bett vorzustellen, was ich alles in meinen ultimativen 48-Liter-Rucksack quetschen werde. Dieser hellblaue Damen-Rucksack (“A goddess of the trail”, Zitat Marmot-Website) ist superschön, superpraktisch – und ziemlich klein. Zumindest wenn man bedenkt, dass er nicht nur mein einziges Reisegepäck für 3 Wochen Mongolei darstellt, sondern auch während 100 Tagen in Südamerika mein gesamtes Hab und Gut beherbergen soll. Abends im Bett streiche ich gedanklich souverän Gegenstand um Gegenstand von meiner Packliste, so dass in meinem Kopf schließlich ein nur mäßig gefüllter, federleichter Rucksack meine Schultern umschmeichelt. Weiterlesen

Vorbereitungen – Teil 1 (noch 20 Tage bis Peking)

Nein, ich bin noch nie “plötzlich mit tierischen Zahnschmerzen” aufgewacht. Deshalb besitze ich auch kein Schmerzmittel, das mein Überleben in einem solchen Moment gewährleisten würde. Jetzt aber möchte ich so ein Medikament besitzen. Ganz dringend sogar. Die Dame in der Apotheke schaut mich komisch an. “Aber wissen Sie”, wiederhole ich zum x-ten Mal meinen neuen Lieblingssatz, “in der Mongolei, da gibt es nichts!” Mit einer Packung Ibu-irgendwas verlasse ich zufrieden die Apotheke. Dabei weiß ich gar nicht, was es in der Mogolei alles gibt, oder eben nicht gibt. Diese Woche zum Beispiel habe ich gelesen, dass es möglich ist, von der Hauptstadt Ulan-Bator aus in die Wüste Gobi zu fliegen, anstatt sich eine zwölfstündige Jeep-Tour über nichtvorhandene Straßen anzutun. Dank Google Earth entdeckte ich tatsächlich einen Flughafen in der Wüste, und drumherum eine Stadt (Dalanzadgad). Mit immerhin 17.000 Einwohnern. Erneut stellte ich fest: Ich kann noch so viel über die Mongolei lesen, hören, mir anschauen – ein wirklich schlüssiges Bild über dieses Land ergibt sich nicht in meinem Kopf. Weiterlesen