Die ersten Meter: Mit der Transsibirischen Eisenbahn von Peking nach Ulan-Bator

Ich grüße Euch aus Ulan-Bator! Allerdings noch nicht aus einer Jurte, sondern aus dem 8. Stock eines Hotels, von wo aus ich dem nicht enden wollenden Stau beobachte, der hier 24 Stunden täglich die Straßen verstopft. Das Lieblingsauto der Mongolen ist Mercedes, ansonsten gibt es sehr viele Toyota, und bei der Hälfte der Autos ist das Lenkrad links, bei der anderen Hälfte rechts. Ich bin immer noch fasziniert davon, dass in dieser Großstadt in jede noch so winzige Ecke eine Jurte gequetscht wurde. Weiterlesen

Peking rockt!

Ich mache gerade eine Wissenschaft daraus in welcher Zeit welches Kleidungsstück trocknet, nachdem ich es gewaschen habe. Vor dem Hintergrund dass ich nur für ungefähr 5 Tage Klamotten dabei habe, ist dieses Wissen essenziell. Nasse Kleidung in meinen Rucksack stopfen zu müssen wäre fatal.
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Erste Kuriositäten (Peking)

Beim Betreten eines Landes zuallererst mit Fiebermessen konfrontiert zu werden, das ist mir auch noch nicht passiert. Ganz langsam sollte man durch das Temperaturmessgerät laufen, erst dann gab’s denn ersehnten Stempel in den Pass. Der Grenzer war recht nett – kein Vergleich zu New York oder Kuba oder überhaupt zum restlichen chinesischen Volk. Ob dessen unfreundlich anmutendes Desinteresse meiner Sprachbarriere geschuldet ist habe ich noch nicht herausgefunden.
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12 Stunden in Beijing

Diese Zeilen schreibe ich in der klimatisierten Lobby des “Holiday Inn Temple of Heaven” in Peking, auf meinem Handy. Um die Erlebnisse der letzten 24 Stunden zu berichten bräuchte ich viel Zeit, einen funktionsfähigen PC und einen klaren Kopf. Nichts davon habe ich im Moment. Eine Nacht einfach so zu überspringen ist wirklich fies. Genauso wie die Tatsache, dass man bei Air China Flügen sein Handy nicht verwenden darf. Nicht mal im Flugmodus! Sonst hätte ich während des 9-Stunden-Flugs sicher eine nahezu wissenschaftliche Studie über das Verhalten von Chinesen in einem Flugzeug zu Papier gebracht. Wenn ich Zuhause bin hole ich alles nach, ich verspreche es.
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Tag Null ist da… Es geht los!

Ha! Mit einigen Tricks war es – entgegen aller Behauptungen – tatsächlich möglich, bei Air China online einzuchecken und mir den herbeigesehnten Gangplatz im Flugzeug zu sichern.
Jetzt geht’s erstmal zum Frankfurter Flughafen, wo ich um 13:55 in Richtung China abheben werde. Die totale Härte: Wir landen gegen 5 Uhr morgens – das ist 23 Uhr deutscher Zeit. Die Nacht ist also komplett gestrichen (ich vermute, eine von mehreren. Der sechsstündige Grenzübertritt von China in die Mongolei mit der Eisenbahn erfolgt nämlich auch mitten in der Nacht…). Für Menschen wie mich, die unleidlich sind, wenn sie unter acht Stunden Schlaf bekommen, eine echte Bewährungsprobe… Sobald ich eine Internetverbindung gefunden habe melde ich mich mit ersten Eindrücken aus Peking!
Freu!!!!!! 🙂

Wie alles begann… (Noch 3 Tage)

Lieblingsland Island

Ich habe ein Backup meines Handys gemacht. Ich habe meine blaue Windjacke eingepackt, sorgfältig noch einmal jeden Gegenstand meines Handgepäcks überprüft und schließlich die Klappe meines Rucksacks einrasten lassen. 16 kg Gepäck, aufgeteilt auf Rucksack, Daypack und Handtasche. Es kann losgehen. Bepackt wie ein mongolisches Kamel werde ich gen Osten aufbrechen. Die Aufregung der letzten Tage hat sich gelegt. An ihre Stelle ist ein bisschen Wehmut getreten, ein Gefühl der Unfassbarkeit, dass das, was man so lange herbeigesehnt hat, nun unmittelbar bevorsteht.

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