Nie war Luxus weiter weg (22. Juni, mongolische Steppe)

Die 9. Jurtenübernachtung im 8. Camp. Es ist brutal heiß. Die Sonne brennt, es gibt nirgends Schatten. Auch in der Jurte ist es unerträglich heiß. Ich habe zum ersten Mal die Beine von meiner Zip-Hose abgemacht. Das Camp liegt mitten im Nichts und wurde gestern erst aufgebaut – meine Jurte ist brandneu und riecht, aufgrund des Filzes, der als Dämmung verwendet wird, heftig nach Pferd. Oder Stall. Weiterlesen

Mongolei-Galerie, Teil 1

Bevor es weitergeht in der Chronologie möchte ich Euch hier mit den ersten Bildern der “richtigen” Kamera versorgen – unverzerrt, in guter Qualität und mit Bildunterschrift…!

Und auf vielfachen Wunsch teile ich hier auch gerne noch ein paar Anekdoten über die unerträglichen Kimono-Amerikaner mit Euch (ganz unten, unter den Fotos): Weiterlesen

Die nächste kalte Nacht (21. Juni, mongolische Steppe)

(Ich bin wieder sicher auf heimischem Boden gelandet – niemand musste neben den Amis sitzen und auch Shopping-Brigitte saß weit genug weg so dass wir einen angenehmen Flug verleben konnten. Es ist traumhaft, mal nicht in nach Pferd riechenden Outdoor-Klamotten rumzulaufen! Gerade übertrage ich 990 Fotos und diverse Filmchen auf meinen PC so dass ihr hier bald wieder was zu sehen bekommt. Dann auch mit Bildunterschriften, das gab die Handy-App nicht her. Hier geht’s weiter mit dem 21. Juni:).

Die 8. Nacht im mittlerweile 7. Jurten-Camp. Wir haben die Wüste verlassen und befinden uns nun auf einer Art Gebirgszug auf über 2.000 Meter Höhe. Kurz hinter dem Camp enden die Berge und man hat einen gigantischen Blick auf die umliegende Weite – man denkt, man blickt aufs Meer. Hunderte von Kilometern flaches Land. Unvorstellbar wenn man es nicht mit eigenen Augen sieht. Es gibt eine Menge seltsamer und nerviger Insekten hier, und sehr viele Pfeifhasen. Die sind noch goldiger als die Erdhörnchen. Man möchte am liebsten eins mitnehmen. Allerdings ist es strikt verboten, sie anzufassen, da sie die Pest übertragen können.

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Von der Düne ins flache Land (20. Juni, mongolische Steppe)

(In 5 Stunden geht unser Flug zurück nach Frankfurt. Unser aller Horror ist, im Flugzeug neben den Amis sitzen zu müssen, weshalb wir seit Tagen Vermeidungsstrategien entwickeln. Mehr weltfremd, mehr konservativ und mehr dumm geht einfach nicht. Die sind unerträglich (“Isst man in Südamerika auch mit Stäbchen?”, “Wer ist Lucky Luke?”, “Kyrillisch? Noch nie gehört!”, “Was ist ein Joint Venture?”). Sobald ich daheim bin poste ich wieder Fotos – die Fotos von der richtigen Kamera sind sicher besser als die Handy-Schnappschüsse… Hier geht’s weiter mit dem 20. Juni:).

Es hat nicht geregnet letzte Nacht. Dafür war es mal wieder immens kalt. Trotz mehrerer Wolldecken wollte ich nicht so recht warm werden.
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Kamelreiten (19. Juni, mongolische Steppe)

Die 6. Jurtenübernachtung, mitten in der Wüste. Hier bleiben wir 2 Nächte, was nach der ganzen Herumreiserei wirklich mal guttut. Ich habe endlich meinen Schlafanzug gewaschen. Und es ist kein Regen angesagt. Die ganze letzte Nacht hat es geregnet (das ist furchtbar, dann wird in der Jurte immer alles kalt und klamm). Kältetechnisch war ich mal wieder an der Schmerzgrenze angekommen. Und das in der Wüste!!

Der Ort hier ist gigantisch schön, am Rande einer riesigen, Kilometer langen Sanddüne. Drumherum nur Geröll und ein paar grüne Grasbüschel. Aber es weht ein eisiger Wind. Ohne lange Jacke geht gar nichts.  Weiterlesen

Sandsturm und Shopping-Meile in der Wüste (18. Juni)

Die 5. Jurtenübernachtung, mitten im Nichts in der Wüste Gobi. Außen tobt ein Sandsturm (ich glaube, mehr Pech mit dem Wetter als wir kann man gar nicht haben). Die Dachluke der Jurte wurde zugemacht, es ist stockdunkel. Praktischerweise verfügt hier aber jede Jurte über eine an eine Solarzelle angeschlossene Autobatterie, so dass ich mir den Luxus von elektrischem Licht gönnen kann (und die haben hier noch einen brutal lauten Generator stehen, der wird aber um 12 abgeschaltet). Zum duschen gab es allerdings nur ein kaltes Rinnsaal.  Weiterlesen