Mein Schiff 2 | 2. Landgang: Menschenmassen in Mykonos

Zweite Station unseres Schiffes war Mykonos, eine der beliebtesten griechischen Inseln. Immerhin 10.000 Leute leben dort. Den ersten Blick auf das Ferienparadies ergatterten wir schon von Bord aus: Eine recht karge Insel mit vielen weißgetünchten Häusern. Und im Wasser davor: 4 weitere Kreuzfahrtschiffe. Das ist schon heftig, wenn ungefähr 10.000 Leute gleichzeitig auf eine Kleinstadt losgelassen werden. Aber entgehen lassen wollten wir uns diesen Landgang natürlich nicht.

Mit dem Tenderboot gen Land

Da die Mein Schiff 2 in der Bucht ankerte, ging es diesmal per Tenderboot an Land. Das funktioniert so, dass an der Rezeption an Bord Tenderkarten ausgegeben werden, auf denen jeweils ein Land steht, also z.B. Spanien, Russland oder Marokko. Per Durchsage werden die einzelnen Länder aufgerufen; Leute mit der jeweiligen Länderkarte dürfen dann ins Tenderboot. Das kann unter Umständen eine Weile dauern. Aber wir hatten Glück: Als wir uns gerade für unsere Tenderkarten anstellen wollten, hat uns eine Frau zwei Stück in die Hand gedrückt – sie hatte schon die Schnauze voll vom Warten. Also konnten wir an den von Wartenden bevölkerten Treppen und Gängen vorbei, um zügig nach Mykonos überzusetzen.

Ach Mykonos, wo ist Dein Flair?

Ich hatte mir Mykonos irgendwie schnuckeliger vorgestellt. Und mit weniger Bettlern. Oder sagen wir so: Zumindest nicht mit Bettlern in Form von etwa achtjährigen Mädchen. Ja, die Innenstadt war recht schön, und es gab vor allem überraschend viele hochwertige Läden. So richtig ist der Flair aber nicht auf mich übergesprungen. Was vielleicht auch ein bisschen an der Hitze, den Menschen und den zahlreichen billigen Restaurants lag, die sofort von den zahlreichen Kreuzfahrttouristen gestürmt wurden. Das werde ich nie verstehen: Auf dem Schiff gibt es alles umsonst – warum muss ich mich dann in der ersten Minute meines Landgangs in irgendeine billige Kneipe setzen, um dort kostenpflichtig einen Drink zu mir zu nehmen, der vermutlich an Bord besser oder zumindest genauso gut schmeckt?

Auch nicht so toll: Direkt am winzigen Stadtstrand (der nicht schön, aber im Nu komplett belegt war), hat ein Fischer unermüdlich tote Oktopusse ins Wasser geworfen und wieder herausgefischt, sozusagen als Touristenattraktion.

Wir waren nicht mal eine Stunde an Land bis wir uns zurück auf die Mein Schiff 2 geflüchtet haben – Tuibar, Anckelmannsplatz, Veranda, Fitnessraum, da weiß man was man hat!

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