Kanada/Nova Scotia (15): Auf nach Hause!

Mittlerweile ist es über zwei Monate her, dass wir aus Kanada zurückkamen. Obwohl ich nun etwas mehr in der Lage bin, diese Reise als interessante Erfahrung zu sehen, reut mich tatsächlich noch immer das Geld, das dieser Urlaub gekostet hat.

Die letzten beiden Tage haben wir in Halifax verbracht – meistens in einem Café sitzend, einer Art Zufluchtsstätte, in der wir bei einem Tee nach dem anderen die Minuten bis zu unserem Abflug rückwärts zählten.

Immerhin war unser letzter Abend zugleich auch der schönste. Wir hatten ein italienisches Restaurant mit “Enothek” entdeckt und dort einen Tisch reserviert. Natürlich gab es auch dort mal wieder ausschließlich Pizza und von Wein hatten die eigentlich keine Ahnung, aber das Personal war so außer sich, dass a) Touristen bei ihnen essen, b) diese Touristen drei Wochen in Nova Scotia verbracht hatten und c) diese Touristen ausgerechnet dieses Lokal für ihren allerletzten Abend auserkoren hatten, dass es einfach nur noch nett war. Die Pizza war ok, wir haben uns mit den Kellnern nett unterhalten und wir durften sogar sitzen bleiben bis wir unsere (eisgekühlte) Flasche Rotwein ausgetrunken hatten.

Das Fazit:

Das ist das, was mir am meisten von diesem Urlaub in Erinnerung bleiben wird: Die “karge” Kulinarik und die wahnsinnig netten Menschen, die überall (außer zum Teil auf Cape Breton) unglaublich freundlich und hilfsbereit waren. Und die sich immer so gefreut haben, dass wir ausgerechnet ihre Heimat als Reiseziel ausgesucht hatten. Ich wünschte, überall auf der Welt wären die Menschen so drauf wie die Einwohner von Nova Scotia.

Gleichermaßen muss ich fast täglich an diese super anständigen Autofahrer denken, für die man kein Verkehrshindernis ist, wenn man bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80km/h auch tatsächlich 80km/h fährt. Ich habe versucht, den mir dort angeeigneten Fahrstil beizubehalten, aber in Deutschland ist das schlichtweg unmöglich. Oder der Rest der Welt hält einen für verrückt oder für über 90.

Ansonsten ist mein Fazit: Da muss man nicht hin.

Zum Glück ist die Welt groß! Nächstes Jahr erwarten uns andere Reiseziele.

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