Fernweh Festival Erlangen 2016:
Ein Feuerwerk der Vorträge (dem gelben Bändchen sei Dank)!

2016-11-18-fernweh-festival-3d-brillenIn diesem Jahr war unser Einlassbändchen für das Fernweh Festival in Erlangen gelb. Mit diesem VIP-Bändchen, von denen nur 40 Stück pro Jahr verkauft werden, darf man in jeden Vortrag rein. Oder mittendrin zwischen den Vorträgen wechseln, denn es werden immer zwei Vorträge parallel gehalten. Das hat letztes Jahr zu einem ziemlichen Dilemma geführt, das ich hier näher beschrieben habe. Im letzten Jahr war das Bändchen übrigens grün. Rückblickend kann ich sagen: Grün, das war wohl die Farbe der Hoffnung. Hoffnung, dass der Vortrag, in den man wechselt, vielleicht besser ist, als der, aus dem man kommt. Die gelbe Bändchenfarbe war die bessere Wahl: Das Fernweh Festival präsentierte sich in diesem Jahr als wahres Feuerwerk an exzellenten, mitreißenden und beeindruckenden Vorträgen. Danke, liebe Veranstalter, für dieses absolute Jahreshighlight!

Süd-Afrika 3D von Stephan Schulz |
Mein Prädikat: Außergewöhnlich und ein absolutes Muss!

Am Freitag Abend lockte uns Stephan Schulz in die kleinere der beiden Hallen des Fernweh Festivals, die sogenannte Abenteuer 2016-11-18-fernweh-festival-stephan-schulzArena. Sein Vortrag hieß Süd-Afrika und ich dachte mir “Hmmm, mal wieder ein Afrika Vortrag. Vermutlich sieht man nichts Neues, es kommen inflationär viele Himbas vor, und warum überhaupt schreibt Stephan Schulz ‘Südafrika’ mit Bindestrich?”. Tja,  und dann saßen wir in diesem Vortrag und mit jeder Minute, die verstrich, dachte ich: “Das ist der absolute Wahnsinn!” Stephans Vortrag ist nämlich ein 3D-Vortrag. Man muss sich also erstmal 3D-Brillen organisieren, damit dem Spektakel nichts im Wege steht. Doch das ist nicht alles. Der Süd-Afrika Vortrag, der vom südlichen Teil Afrikas handelt (=Süd-Afrika), und nicht vom Land Südafrika, fokussiert sehr stark auf Tieraufnahmen, darunter viele Unterwasseraufnahmen. Das Ganze in Kombination mit dem 3D-Effekt (der Hai schwimmt förmlich ins Publikum hinein), der mitreißenden Erzählweise von Stephan Schulz, einem Touch Abenteuer und einer Portion Witz war einfach nur genial und anders. Viel Wissenswertes über die Tiere, Länder und Menschen haben wir obendrein noch erfahren – da war es auch nicht schlimm, dass natürlich doch die obligatorischen Himbas vorkamen. Zum Glück nur sehr dezent. Für mich mit großem Abstand einer der besten Reisevorträge des Jahres 2016.

Homepage von Stephan Schulz: www.schulz-3d.de

André Schumachers “In 80 Tagen um die Welt” |
Mein Prädikat: Davon will ich viel, viel mehr sehen!

2016-11-18-fernweh-festival-andre-schumacherDen ersten Vortrag am Festivalsamstag bin ich mit hoher Erwartung angegangen: André Schumacher, der einst Architektur und Bildende Kunst studierte, bevor er seinen Job aufgab um von Patagonien nach Alaska zu radeln, sollte auftreten. Von André Schumacher hatte ich bislang ausnahmslos begeisterte Stimmen gehört, ihn aber immer verpasst, wenn er mal in der Nähe war. Jetzt, endlich, durften wir seinem Vortrag “In 80 Tagen um die Welt” beiwohnen, in dem er in Anlehnung an Jules Verne eine 80-tägige Weltreise unternimmt: Von den Azoren über Uganda und Kenia nach Nepal, Galápagos und Brasilien. Und ja, die begeisterten Stimmen haben nicht gelogen: André Schumacher ist ein begnadeter Erzähler, ein Genussmensch, ein Intellektueller; sein Vortrag ist gelebte Entschleunigung, eine Geschichte zum Eintauchen, absoluter Genuss, hochprofessionell aufbereitet. Und welcher Referenzt erzählt denn schon bei Kerzenschein und Rotwein? Für jedes Land hatte André überraschende Einblicke im Gepäck, darunter zum Beispiel wie die Innenstadt von Kathmandu aussieht, wenn dort knietief das Wasser steht, oder welch Freude es bereiten kann, wenn man irgendwo mit dem Fahrzeug liegenbleibt und die Nacht hereinbricht. Ein wirklich herrlicher Vortrag. Von denen André Schumacher noch mehr auf Lager hat, unter anderem über die Antarktis und über Südamerika. Ich will sie alle sehen!

Homepage von André Schumacher: www.poletopole.de

(Von weiteren Vorträgen erzähle ich Euch morgen…)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.