Vorbereitungen – Teil 2 (Noch 10 Tage bis Peking)

Meine neue Lieblingsbeschäftigung ist, mir abends im Bett vorzustellen, was ich alles in meinen ultimativen 48-Liter-Rucksack quetschen werde. Dieser hellblaue Damen-Rucksack (“A goddess of the trail”, Zitat Marmot-Website) ist superschön, superpraktisch – und ziemlich klein. Zumindest wenn man bedenkt, dass er nicht nur mein einziges Reisegepäck für 3 Wochen Mongolei darstellt, sondern auch während 100 Tagen in Südamerika mein gesamtes Hab und Gut beherbergen soll. Abends im Bett streiche ich gedanklich souverän Gegenstand um Gegenstand von meiner Packliste, so dass in meinem Kopf schließlich ein nur mäßig gefüllter, federleichter Rucksack meine Schultern umschmeichelt.

Die Realität sieht anders aus. Das weiß ich zumindest seit heute, denn da habe ich probegepackt. Nicht nur gedanklich, sondern sozusagen am lebenden Beispiel. Von meiner abendlichen “diesen-Gegenstand-kann-ich-getrost-weglassen”-Souveränität war nur wenig vorhanden. An deren Platz ist so etwas wie Hilflosigkeit gerückt. Und die Frage, ob ich mir nicht doch einen größeren Rucksack kaufen sollte.

PackeselDie größte Herausforderung ist, das Wetter in der Mongolei realistisch einzuschätzen. Ich bin mit meiner Wetter-App mittlerweile zu so ziemlich jedem Ort in der Mongolei gereist, um dort Höchst-und Tiefstwerte zu checken, und entgegen meiner ersten Vorstellungen stelle ich mich nun auf Hitze ein. Große Hitze. Sandalen-und-Trägertop-Wetter. Der Reiseführer empfiehlt für die möglicherweise herrschende “enorme Kälte” allerdings Handschuhe, Schal und Mütze. Da kommt Freude auf, und mittelgroße Verwirrung.

Am Ende war dann mit viel staplerischem Geschick und intelligentem Gequetsche tatsächlich alles in 48 Litern unterzubringen. 10 kg wog das gute Stück. Ich wusste es ja: Er ist vieeeeel größer als er aussieht!

Meine vorläufige Packliste findet ihr übrigens hier. Nach meiner Reise werde ich sie mit Kommentaren versehen, welcher Gegenstand überflüssig war, und welcher sich bewährt hat.

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