Te Pito O Te Henua – Auf zum Nabel der Welt!

Ich kann es mir nie merken. Google hat auch jetzt wieder aushelfen müssen: Te Pito O Te Henua. Der Nabel der Welt. Die Osterinsel! Unser nächstes Reiseziel. Wir sind schon voller Euphorie angesichts der drollig aussehenden Steinkolosse, die uns dort begegnen werden. Aber erstmal müssen wir dort hinkommen, und das ist gar nicht so einfach. Neben dem Nabel der Welt ist die Osterinsel nämlich gleichzeitig auch noch am Arsch der Welt. Um 6:30 Uhr werden wir morgen von “Transvip”, dem tollen neuen chilenischen Flughafenshuttleservice, abgeholt. Danach setzen wir uns für knappe sechs Stunden in ein Flugzeug, um auf eine artenarme, polynesische Insel zu gelangen, auf der es 19 Grad hat. Am Flughafen wird einem angeblich gleich mal eine Hula-Blumenkette um den Hals gehängt. Es scheint sich absolut zu lohnen – jeder Chilene flippt bei dem Wort Osterinsel vor Begeisterung schier aus. Wir sind also mega gespannt und machen uns langsam wieder ans Kofferpacken.

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Vino, Viña & Neruda (Umland von Santiago de Chile)

Wir sitzen gerade in unserem schnuckeligen Apartment und trinken Tee aus unseren neuerstandenen Chile-Starbucks-Tassen. Es ist so gemütlich, dass wir eigentlich gar nicht raus wollen. Zumal wir diesen sicheren Hafen sehr genießen – wir haben schon wieder Horrorstories über noch folgende Städte unserer Reise vernommen. Ein Amerikaner hat mir auf unserem Galapagos-Flug erzählt, dass in Buenos Aires totale Anarchie herrscht, und dass dort die Taxifahrer nicht mal mehr an den roten (!) Ampeln halten, weil anzuhalten zu gefährlich ist. Mittlerweile wissen wir ja, dass “es-ist-ja-so-gefährlich-Stories” mit Vorsicht zu genießen sind. Aber auf unserer gestrigen Tour war ein super nettes und ebenso reiches argentinisches Ehepaar dabei, das diese Stories bestätigt hat. (Übrigens kann man hier in Chile argentinische Pesos nicht mehr umtauschen – die Inflation ist so hoch, dass keiner dieses Geld haben will). Ebenso wurde von anderer Seite bestätigt, dass in Ciudad del Este (Paraguay) alle mit Waffen herumlaufen und man unter keinen Umständen irgendwas mit auf die Straße nehmen soll außer ein bisschen Bargeld. Na das kann ja heiter werden…

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Ode an die alte Heimat… (Santiago de Chile)

Nach der unglaublich langen Wartezeit von sieben Jahren und sieben Monaten bin ich nun nach Santiago de Chile zurückgekehrt. Wenn auch leider diesmal nicht für sechs Monate, sondern nur für sechs Nächte. Ich möchte jede Sekunde festhalten und nicht an den Abschied denken. Vielleicht hätten wir nicht 100 Tage Südamerika, sondern 100 Tage Santiago de Chile machen sollen… Es ist, als wäre ich nie weg gewesen – alles ist so vertraut; so wenig hat sich verändert! Es gibt immer noch die große Eisdiele an der Hauptstraße,  den chaotischen Fahrradreifenreparierdienst und den kleinen Krämerladen, der Trockenfrüchte verkauft. Der Geschmack des Brotes ist so präsent in meinem Kopf, als hätte ich es erst gestern zum letzten Mal gegessen. Und auch die Muscheln aus der Dose habe ich gleich wiedergefunden und mit Genuss verspeist. Die absolute Begeisterung, die ich bei jedem Meter verspürt habe, den ich bereits in dieser Stadt zurückgelegt habe, ist immer noch ungebrochen. Es gibt noch immer so viel zu sehen und zu entdecken, und auch der Geruch der Stadt ist immer noch der gleiche.

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Impressionen aus La Serena

Rotweinselig zelebrieren wir gerade den letzten Abend in unserer gemütlichen Ferienhütte, mit leichtem Sonnenbrand im Gesicht. Heute sind plötzlich die dicken Wolken am Himmel verschwunden und die vom Wetterbericht angekündigten 15 Grad haben sich angefühlt wie 30. Bei diesem Wetter war La Serena noch schöner, und es hat großen Spaß gemacht, sich einfach durch die Straßen treiben zu lassen. Zum Mittagessen gab es Meeresfrüchte und Pisco Sour, und danach einen wahnsinns Schokoladen-Apfelkuchen. Ich befürchte, wenn es so weitergeht wird meine Gewichtszunahme der von 2006 (damals: 6 kg) in nichts nachstehen. Kochen können sie einfach, die Chilenen! Bevor wir morgen also – mit mehr als nur einem weinenden Auge – gen Hauptstadt weiterreisen, möchten wir Euch noch mit ein paar Bildimpressionen des heutigen Tages versorgen.

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Pinguine und Delphine (La Serena/Isla Damas, Chile)

Wir haben inzwischen die Atacamawüste verlassen und sind in La Serena, ca. 450 km nördlich von Santiago de Chile, angekommen. Ursprünglich hatten wir geplant, die 1.200km mit dem Mietwagen zurückzulegen, aber am Ende erschien uns das ein bisschen stressig. Andere Reisende haben sich für die 16-Stunden-Variante per Bus entschieden; wir haben lieber 20 Dollar mehr investiert und einen Flug gebucht. Ganz entspannt sind wir also vorgestern abend in unserer ultimativen Ferienhütte in La Serena eingetroffen. Ich war schon zweimal hier und habe jedes Mal in einer solchen Cabaña gewohnt, aber diese hier hat unsere Erwartungen absolut übertroffen. Die Hütte ist komplett neu, wir haben zwei Schlafzimmer, einen tollen Gasofen, eine Alarmanlage und wurden kostenfrei zum Supermarkt chauffiert, um uns mit chilenischem Rotwein & Co. eindecken zu können. Es ist so gemütlich hier, dass wir die Hütte am liebsten gar nicht verlassen würden. Aber so ein bisschen La Serena und Umgebung kennenlernen wollten wir dann doch. Weiterlesen

Geysir El Tatio

[Dieser Beitrag ist von gestern, aber aufgrund eines umfassenden, globalen Stromausfalls in ganz San Pedro können wir ihn jetzt erst veröffentlichen. Wie gut, dass das Wasser in unserem Hostel mit Gas aufgewärmt wird und die Küche über einen Gasherd verfügt. Außer an Internet hat’s uns also an nichts gemangelt. Die Gastronomieszene in San Pedro hat das anders gesehen. Keine Kühltheke und keine Kaffeemaschine hat mehr funktioniert. Und zum Glück auch kein Fernseher. Denn die beschallen einen normalerweise aus jeder Ecke.]

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