Feuerland zum Greifen nah… (Punta Arenas, Chile)

Wir sitzen gerade im Wohnzimmer unseres hypergenialen Hostels “Mi Casa” in Punta Arenas. Vor uns und hinter uns befindet sich ein Heizkörper. Kein Gasofen, keine Elektroheizung, sondern Heizkörper einer richtigen Zentralheizung. So etwas ist uns auf unserer Reise bislang noch nicht begegnet und lässt auf hiesige Außentemperaturen schließen: Derzeit etwa 4 Grad mit eisigem Wind vom Meer. Punta Arenas ist die südlichste Stadt Chiles, es hat selbst im Sommer nie über 20 Grad und die Autos fahren mit Spikes durch die Gegend. Bei unserer Ankunft wurden wir gar mit einem kleinen Schneegestöber begrüßt. Willkommen in Patagonien!

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Kleiner Osterinsel-Nachtrag

Die schöne Osterinsel liegt hinter uns; die Winterklamotten liegen neben uns. Vor einer halben Stunde sind wir im Holiday Inn am Santiagoer Flughafen angekommen. Hier erwartet uns eine kurze Nacht, bevor es morgen um 08:30 Uhr weitergeht in den Süden Chiles.

Nachdem bei einigen unseren Lesern der Eindruck aufkam, dass wir am Ende von der Osterinsel doch etwas ernüchtert waren, möchte ich hierzu noch schnell ein paar Worte verlieren: Die Osterinsel ist der Hammer und definitiv einer der wunderbarsten Orte, an denen ich in meinem Leben war. Wer auch immer die Chance hat, dort hinzureisen, sollte sie ergreifen. Gerade weil die Insel so perfekt war, hat es mich dort zum ersten Mal auf unserer Reise gestört, dass wir in wenig perfekten Budget-Unterkünften schlafen. Bisher haben mich kein Stromausfall und keine kalte Dusche aus der Ruhe gebracht, aber mitten im Paradies war das auf einmal anders. Damit leben zu müssen, dass der überquellende Klopapiereimer nur alle zwei Tage geleert wird, die Hosteldame nur dann Frühstück macht wenn sie Lust dazu hat und uns ihren Lover als selbsternannten Guide verkauft, war für ein paar Tage ok, aber dann hat es gereicht. Das lag aber an der Unterkunft und nicht an der Osterinsel. Es gab Luxus-Lodges direkt an den Klippen – dort haben wir ab und zu sehnsüchtig hingeschielt.

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Kein Strom auf Rapa Nui… (Osterinsel)

Es ist seltsam, aber egal wie schön der Ort ist, irgendwann bekommen wir immer das Gefühl, dass es Zeit ist, abzureisen. Wir vermuten, dass dieses Gefühl vor allem mit den Unterkünften zu tun hat, in denen wir uns aufhalten. Manche Dinge sind für ein paar Tage völlig ok, aber plötzlich erscheinen sie einem unerträglich. Heute früh haben wir diesbezüglich mal wieder eine Situation erlebt, über die ich noch in 20 Jahren staunen werde: Wir sitzen beim Frühstück, da kommt die Hostelbesitzerin und fragt, ob wir vielleicht heute, nach dem Frühstück, schon bezahlen könnten. Während wir also noch weiter Brötchen in uns hineinschaufeln kommen auf einmal zwei Handwerker vom lokalen Elektrizitätswerk, öffnen die Plombe des hauseigenen Stromzählers, legen die Sicherung um, verplomben den Kasten wieder und verschwinden. Wir konnten das hervorragend, und mit großem Staunen beobachten, weil in ganz Südamerika die Stromzähler im Freien angebracht sind. Mit einem Schlag waren Licht, Radio und Internet weg, und die Waschmaschine, in der seit 5 Minuten unsere gesamten Klamotten auf Sauberkeit hofften, kam zum Stillstand.
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Am Gipfel des Terevaka (Osterinsel)

Lustig: Unser Guide hat in den letzten Tagen mehrmals von einem Rockevent erzählt, der im 18. Jahrhundert auf der Osterinsel stattgefunden haben soll. Nachdem mir das jetzt doch ein bisschen seltsam vorkam habe ich mal gegoogelt. Unser Guide hat wohl von Admiral Jacob Roggeveen gesprochen, einem holländischen Seefahrer, der 1722 die Osterinsel entdeckt hat. Am Ostersonntag natürlich, daher der Name. Also nix mit Rockevent.

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Bildergalerie Osterinsel (Spaß mit alten Steinen)

Jedem, der schon mal eine weite Reise machen wollte, um alte Steine zu sehen, kann ich nur empfehlen, Machu Picchu und die Chinesische Mauer links liegen zu lassen, und stattdessen auf die Osterinsel zu kommen. Hier hat man die alten Steine nicht nur weitgehend für sich, man kann auch eine Menge Spaß mit ihnen haben.

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Rapa Nui – Die Osterinsel

Mittlerweile befinden wir uns, 4.000 Kilometer entfernt von jeglichem anderen Stück Erdboden, mitten im Paradies. In einem sehr kleinen Teil des Paradieses zwar, denn die Osterinsel hat nur eine Größe von 24 x 13 Kilometern, aber immerhin! Hier gibt es Kokospalmen, sanfte Wellen und bunte Häuschen, in deren Gärten so ziemlich alles wächst, was man bei uns in der Gartenabteilung von OBI kaufen kann. Knapp 6.000 Menschen wohnen in der Hauptstadt Hanga Roa, ein goldiges, charmantes Nest in das man sich sofort verliebt. Wie erwartet gab’s bei Ankunft die Hula-Blumenkette um den Hals; ansonsten warten die Einwohner mit viel Freundlichkeit, guter Laune und polynesischer Musik auf. Hinter der Stadt erheben sich liebliche Vulkanhügel, es gibt saftige Wiesen und kleine Wäldchen, die sich bei näherem Hinsehen als Ansammlung von Bananen- oder Avocadobäumen herausstellen. Überall stehen Pferde herum oder es grasen Kühe, und der Gesang zahlreicher blaugrauer Vögelchen ist zu hören. Die Landschaft ist traumhaft und es liegt ein wunderbarer Geruch in der Luft, nach Gras, Natur und Sauberkeit. Und auch das Klima ist sehr angenehm: Es hat nie mehr als 25 Grad tagsüber und unter 16 Grad nachts, ab und zu gibt es mal einen Tropenregen und ansonsten wechseln sich Wolken und Sonne ab.

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