La Retama – Das beste Restaurant in Cusco

Blick über die Plaza de Armas in Cusco vom Balkon des Restaurants “La Retama”

Manchmal ist das, was nicht so ganz perfekt ist, einfach entzückend.

Eines Mittags in Cusco haben uns die Kälte draußen und die Erkältung in uns drinnen in ein Restaurant getrieben. Dieses befand sich im ersten Stock eines schönen Gebäudes am Hauptplatz. Von außen war nicht ersichtlich, was sich hinter dem Treppenaufgang und der schweren Eingangstür verbergen würde; wir hatten ein bisschen Angst vor einer Touristenfalle. Weiterlesen

Die Sache mit dem Interesse… (Erkenntnisse einer Reise, Teil 4)

Impression aus meinem Reisepass. Links Paraguay, rechts Brasilien

Gestern war ich im Fitness-Studio und habe mein Abo, das ich vor unserer Reise gekündigt hatte, wieder zum Leben erweckt. In diesem Zusammenhang durfte ich eine Situation erleben, wie sie uns hundertfach während und nach unserer Reise begenet ist: Ich erzähle dem Fitness-Studio-Inhaber, dass wir nun hundert Tage in Südamerika unterwegs waren. Er sagt: “Das ist ja toll! So lange!”. Und damit hatte sich sein Interesse auch schon wieder erschöpft. Keine weiteren Nachfragen (Wo wart ihr genau? Was habt ihr gemacht? Wie hat es euch gefallen?), kein weiteres Interesse. Klar, es interessiert sich nicht jeder für Reisen, und klar, manche Leute sind da wohl auch schon ziemlich abgestumpft.

Weiterlesen

Die Sache mit der Sicherheit… (Erkenntnisse einer Reise, Teil 3)

Wenn man abends in Paraguay am Flughafen steht und solche Plakate wie das hier auf der linken Seite betrachtet, da wird einem schon ein bisschen anders. Es sind führende Drogenbosse, die hier gesucht werden. Noch “anderster” wird einem allerdings, wenn man an anderen Stellen ganze Wände voller verzweifelter Suchanzeigen sieht, für Familienangehörige, die verschwunden sind. Es sind vor allem Jugendliche, Frauen, Kinder, Jungs, manchmal auch gleich mehrere Geschwister, die einfach weg sind. Am Flughafen von Iguazú in Argentinien hingen vor dem Boarding-Gate ungefähr hundert DinA4-Ausdrucke mit Name, Foto, Alter und sonstigen Informationen über die verschwundene Person. Man fängt unwillkürlich an, sich zu fragen, was wohl passiert ist. Wohin diese Menschen verschwunden sind. Ob sie noch leben.

Weiterlesen

Die Sache mit dem Rucksack… (Erkenntnisse einer Reise, Teil 2)

Er hat ausgedient. Will ihn jemand haben?

Selbst auf die Gefahr hin, dass die gesamte Backpacker-Community nun einen Nervenzusammenbruch erleidet – ich wage es, den folgenden Satz zu schreiben: Es hat sich nicht bewährt, mit Rucksack zu reisen. Weder in Island, noch in der Mongolei, noch in Südamerika.

Während uns in unseren Träumen also Samsonite-Hartschalenkoffer erschienen, haben wir uns gefragt: Warum, um alles in der Welt, reisen Leute mit Rucksäcken?

Weiterlesen

Südamerika-Packliste

Wir haben unsere 100-tägige Reise nach Südamerika hinter uns – und hinterher ist man ja immer schlauer… Deshalb findet ihr hier eine geupdatete Packliste, mit den Dingen, die man wirklich braucht und solchen, die man getrost vergessen kann.

Rucksäcke:

  • Ich habe den Athena 48 von Marmot verwendet. Ein 48 Liter Rucksack reicht völlig aus! Mit einem größeren Ruckack hätte ich mich nur zu Tode geschleppt. Sogar für einige Souvenirs war noch Platz. Der Rucksack ist sehr strapazierfähig. Auch nach Island, Mongolei und Südamerika sieht er fast noch aus wie neu.
    Der Lars hatte den Marmot Apollo 60 dabei. Auch hier haben 60 Liter völlig ausgereicht!
    Warum wir dennoch vom Reisen mit Rucksack nicht so begeistert waren könnt ihr hier nachlesen.

Weiterlesen

Südamerika und Kriminalität (Erkenntnisse einer Reise, Teil 1)

Irgendwann im letzten Dezember haben Lars und ich Nägel mit Köpfen gemacht. Wir haben uns dazu entschieden, uns 100 Tage Auszeit vom normalen Leben zu nehmen, und zu reisen. So oft wir vorher über diese Idee sprachen, wir hatten dabei immer Südamerika im Kopf. Also fingen wir an, uns näher mit diesem Kontinent zu beschäftigen. Aber alles, was wir lasen, war nur abschreckend. In den Internet-Reise-Foren überschlagen sich die Leute mit Berichten über Kriminalität. Wir bekamen den Eindruck, dass man in Ecuador keinen Schritt auf der Straße gehen kann, ohne vergewaltigt zu werden (es gibt sogar ein staatliches “Notfall-Kit”, das man in einem solchen Fall in Anspruch nehmen kann). Wir dachten, in Bolivien drohen uns Entführung und Mord, und in allen anderen Ländern der “Millionaire’s Trip”, bei dem man von Taxifahrern zur großflächigen Abhebung seines Vermögens an den lokalen Geldautomaten gezwungen wird.

Weiterlesen