Jon Krakauers Everest. Höchstspannung, unübertroffen.

Ich könnte es mir jetzt einfach machen und schreiben:

Lest! Dieses! Buch!

Aber das würde dieser herausragenden Lektüre nicht gerecht werden. Deshalb hier meine begeisterte, betroffene, entsetzte Rezension über eines der spannendsten Bücher aller Zeiten:

Im Mai 1996 fand – mal wieder – eine Expedition auf den Mount Everest statt. Und zwar eine dieser bezahlten Expeditionen, bei der Menschen wie Du und ich für 65.000 Dollar Startgeld auf Teufelkommraus auf den Gipfel gekarrt werden. Das Besondere an dieser Expedition: Durch einen plötzlichen Wetterumschwung und einer schier unglaublichen Verkettung unglücklicher Umstände endete die Expedition in einer Katastrophe. Acht Menschen verloren ihr Leben, viele Überlebende leiden noch heute unter den Folgen. Weiterlesen

Keine Schleichwerbung!

Das Buch hier links, “Grönland” von Markus Lanz, ist genial. Und wisst Ihr, warum ich das schreibe? Weil ich überzeugt davon bin. Weil ich das Buch wirklich gelesen habe. Weil es mich freut, wenn ich ein geniales Buch weiterempfehlen kann. Und nicht, weil mir jemand das Buch in die Hand drückt und sagt “Schreib da mal was Schönes drüber”.

Auf diesem Blog habe ich schon so einige Bücher rezensiert, und auch das ein oder andere Produkt erwähnt, das mir gut – oder vielleicht gar nicht – gefallen hat. Ich mache das aus eigenem Antrieb, und nicht, weil ich dafür in irgendeiner Weise bezahlt werde. Nur um das mal klarzustellen – das ist nämlich nicht immer so ganz selbstverständlich.

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Grenzerfahrung Grönland – Ein Expeditionsthriller von Birgit Lutz

Vor einigen Tagen habe ich mal wieder zwei meiner zahlreichen Bücher über Entdecker durchgeblättert und etwas wehmütig die Story von Robert Falcon Scott durchgelesen. Er kam 1912, mit 44 Jahren, auf dem Rückweg vom Südpol ums Leben. Ein starker Schneesturm hielt ihn und seine Begleiter im Zelt gefangen, wo er schließlich jämmerlich verhungerte. Und das nur 18 Kilometer vom nächsten Nahrungsdepot entfernt. Einige Monate später wurden seine Leiche sowie seine Aufzeichnungen gefunden. Sein letzter Tagebucheintrag lautet wie folgt: “Dienstag, 29. März.  – Seit dem 21. hatten wir einen durchgehenden Sturm aus WSW und SW. Am 20. hatten wir noch Brennstoff, um für jeden zwei Tassen Tee zu kochen, und Essen für knapp zwei Tage. Jeden Tag waren wir bereit, uns zum 11 Meilen entfernten Nahrungsdepot aufzumachen, aber vor dem Zelteingang sehen wir nichts als wirbelndes Schneetreiben. Ich glaube nicht, dass wir jetzt noch auf Besseres hoffen können. Wir werden es bis zum Ende durchstehen, aber wir werden natürlich schwächer, und das Ende kann nicht mehr weit sein. Es ist schade, aber ich glaube, ich kann nicht mehr schreiben.”*
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Ein Jahr in Saudi-Arabien: Stefan Bauers “Der mit dem Scheich tanzt”

Vor einigen Tagen war ich in einer Sparkassen-Filiale um Geld abzuheben. Während ich am Geldautomaten herumfummle, höre ich, wie in der Kundenhalle (“Schalterhalle” darf man nicht mehr sagen) ein Sparkassenberater einen Kunden begrüßt. Der Kunde stellt sogleich seinen Begleiter vor: “Das ist Herr xxxxx, unser neuer Mitarbeiter bei Siemens. Er kommt aus Saudi-Arabien.” Mein Kopf fährt herum und ich starre den Typen aus Saudi-Arabien an. Ein junger Mann, schick gekleidet, mit Schal um den Hals, eine Aktentasche in der Hand. “Jemanden aus Saudi-Arabien sieht man nicht alle Tage”, geht es mir durch den Kopf. Nur wenige Minuten später betrete ich eine Buchhandlung und sehe dort, direkt neben Couchsurfing im Iran, ein anderes Buch liegen: “Der mit dem Scheich tanzt – Mein Jahr in Saudi-Arabien”. “OK”, denke ich mir, “einen Blick hinter die Kulissen iranischen Lebens haben wir jetzt schon geworfen – dann machen wir doch mal mit Saudi-Arabien weiter.” Optimistisch gestimmt gehe ich mit dem Buch in der Hand zur Kasse.

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Stephan Orths Couchsurfing im Iran – Ein Blick hinter die Fassaden

Letztens stand ich in unserer Bahnhofsbuchhandlung. Der Zug, auf den ich wartete, hatte ziemliche Verspätung, weshalb ich mir ein bisschen die Zeit totschlug. Neben all den Büchern über Wanderrouten in Franken, esoterische Heilkräuter und die neuesten Plätzchenrezepte lag dort ein ziemlich cool aussehendes Buch mit dem Titel “Couchsurfing im Iran – Meine Reise hinter verschlossene Türen”. Gesehen. Gekauft. Gelesen.

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Überleben mal anders: Matt Graham’s “Das Herz der Wildnis”

Über viele Abenteurer habe ich auf diesem Blog schon geschrieben. Nun aber habe ich jemanden aufgetan, der absolut außergewöhnlich ist: Matt Graham. Matt Graham hat die Zivilisation hinter sich gelassen, um in der Wildnis zu überleben. Und zwar nicht mit modernen Hilfsmitteln wie Outdoor-Kleidung, Jadgewehren oder haltbaren Nahrungsmitteln in Dosen. Ganz im Gegenteil. Matt Grahams Ziel ist, zu leben, wie es die Steinzeitmenschen taten, die Naturvölker und Indianer. In seinem Buch Das Herz der Wildnis: Meine Abenteuer als Jäger und Sammler beschreibt er ausführlich von seinen Erfahrungen. Und die können ganz schön nachdenklich machen.

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