Leningrad

LeningradDie eklig-gelbe Smogwolke, die sich wie eine Glocke über Sankt Petersburg stülpte, hat unsere Kamera (zum Glück?) ignoriert. Nicht aber die Beton-Buchstaben “Leningrad”, die auf dem letzten Zipfelchen des russischen Festlands wie eine Art Mahnmal thronten. Von 1924 bis 1991 hieß Sankt Petersburg so, aber kein einziges Mal war uns dieser Name in der Stadt begegnet. Der riesige Industriehafen, die plötzlich wahrnehmbare Smog-Glocke und dieser Schriftzug “Leningrad” haben hier, auf vom Schiff aus gesehen, nochmal ein ganz anderes Russland-Bild vermittelt als die restaurierten Bombast-Gebäude in der Innenstadt. Ja, es war ein komisches Gefühl, dieser allerletzte Blick.

Bildergalerie Sankt Petersburg

Puh. Mit sage und schreibe 3.000 Bildern sind wir von unserer Sankt-Petersburg-Nordkap-Tallinn-Reise nach Hause gekommen. Ein Berg an Fotos, an den man sich erstmal zwei Wochen lang nicht ranwagt. Gerade habe ich aber mit viel, viel Nostalgie 1.000 Bilder davon gesichtet und die erste Galerie für Euch zusammengestellt. Mit den schönsten Fotos aus dem noch schöneren Sankt Petersburg. Weitere Galerien folgen in den nächsten Tagen. Sankt Petersburg war ja schließlich nur der Anfang!

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Auf der Princess Maria von St. Petersburg nach Helsinki

wpid-2015072019483501.jpgDiese Zeilen schreibe ich Euch an Bord der Princess Maria, dem Fährschiff zwischen St. Petersburg und Helsinki. Es ist kurios, 4x war ich bisher in Helsinki, 3x davon bin ich mit dem Schiff angereist, 3x aus unterschiedlichen Städten. Rostock, Stockholm, und jetzt eben St. Petersburg. Vermutlich die kürzeste der drei Überfahrten (13 Stunden), aber das Bordprogramm haben wir trotzdem ausgiebig genossen…
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Sankt Petersburg, Tag 4: Touristenmassen auf Schloss Peterhof

Einmal Sightseeing muss sein. Um das Gewissen zu beruhigen und entsetzten “Was, das habt ihr nicht gesehen?”-Ausrufen zu entgehen. Nachdem wir sämtliche der über 100 Sankt Petersburger Museen ignoriert und auch die Eremitage links liegen gelassen haben, haben wir uns heute zu einem Besuch von Schloss Peterhof entschieden. Das gilt als eines der “Sieben Russland Wunder” und liegt 30 Kilometer entfernt vom Stadtzentrum. Und genau das war das, was uns so gelockt hat: Mal den Blick außerhalb der Altstadt schweifen zu lassen und zu schauen wie es da so aussieht.

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Sankt Petersburg, Tag 3: Von sprechenden Ampeln, illegalen Touristen und dem richtigen Bier

wpid-2015071518551001.jpgTag 3 in St. Petersburg. Bestes Wetter heute, Sonnenschein, blauer Himmel und ein frischer Wind vom Meer. Leider sind die milden Temperaturen nicht in unserem Hotelzimmer angekommen, wo unsere gestern gewaschene Wäsche seit 24 Stunden versucht trocken zu werden. Aber Russland wäre nicht Russland wenn es nicht ständig für Überraschungen gut wäre: Im Badezimmer unserer Absteige hier haben wir tatsächlich einen Ein- und Ausschalter an der Handtuchstange entdeckt. Hier kriegt man halt noch was für sein Geld; zum Beispiel beheizbare Handtuchstangen. Der befürchtete Socken-Engpass bleibt somit aus.

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Kuriositäten aus Sankt Petersburg

Der erste Tag St. Petersburg liegt hinter uns. Wir sind ganz erschlagen von den vielen Eindrücken. Gerade haben wir ein vorzügliches Abendessen auf unserem Hotelbett eingenommen: Baguette, Käse, Gurke und Räucherfisch. Wobei der Fischkauf ähnlich problematisch war wie der gestrige Bierkauf. Allein anhand der Optik geräucherten von rohem Fisch zu unterscheiden ist gar nicht so einfach… Lesen kann man ja bekanntlich nichts und auch der Nobel-Supermarkt in einer der hiesigen Shopping-Malls hat sich nicht erbarmt irgendwo auch nur ein englisches Wort anzubringen. Jemanden zu fragen nützt auch nichts, da englische Sprachkenntnisse unter dem Einheimischen nicht sonderlich verbreitet sind. Wir haben dem Fisch also auf Verdacht gekauft und er war tatsächlich geräuchert. Die nächste Hürde kam dann beim Bezahlen: Der Geldautomat von Raiffeisen.ru hat leider nur 5.000-Rubel-Scheine ausgespuckt (ca. 80 Euro), die hier aber wie 500-Euro-Scheine behandelt werden. Niemand will sie haben…
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