Am Nordkap

Es ist 23:45 Uhr. Finnischer Zeit. Dieses kleine Detail wird noch wichtig. Wir sitzen am Nordkap, am letzten Zipfel des europäischen Festlandes und blicken auf die Sonne. Die, der Uhrzeit zum trotz, ziemlich hoch am Himmel steht. Und leider nicht die Wärme bringt, die sie bringen könnte. Es hat ungefähr 8 Grad, dazu ein beißender Wind. Ich habe vier Jacken übereinander; und selbst die Regenhose über der Softshellhose kann den Wind nicht komplett abhalten. Gestern Mücken, heute Kälte – die Kälte ist zelttauglicher.
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Ein Tag in der Wildnis. Eine Zusammenfassung.

Es ist 14 Uhr. 
Ich spüre meine Schultern kaum mehr. Die Moskitostiche jucken. Eine gute Stelle zum Zelten zu finden ist aufgrund des gestrüppartigen Unterholzes schwierig, die Fortbewegung mit dem schweren Rucksack für mich ziemlich heftig. Ich habe dauernd das Gefühl ich kippe ich nach hinten um. Die ersten Rentiere sind uns über den Weg gelaufen (sehr knuffig). 

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Rückblick: 22. Januar 2014, Tromsö, Nordnorwegen

Vielleicht hat’s der ein oder andere von Euch in den Nachrichten gesehen: Die Bewohner des nordnorwegischen Tromsö haben gestern mit großer Freude die ersten Sonnenstrahlen nach zweimonatiger Abstinenz begrüßt. Am 22. November verschwindet die Sonne dort alljährlich hinter dem Horizont, ein seltsames Dämmerlicht rückt an ihre Stelle. Das wiederum macht Tromsö so ideal zum Polarlicht-Jagen. Lars und ich sind letztes Jahr pünktlich zum Tromsöer Sonnenaufgang (der am ersten Tag ungefähr eine Minute dauert) in ein Flugzeug gestiegen und haben uns auf die Reise nach Norden begeben. Weiterlesen