Viili & Sisu, oder: Helsinki, damals und heute ein Erlebnis

Ich drücke es auf meine gewohnt flapsige Art aus: Irgendwie hat anscheinend jedes Land eklige Milchprodukte. Ganz vorne dran natürlich die Mongolei mit ihrem gesalzenen Milchtee und den komischen “Kaubonbons” aus getrockneter Milch. In Island gibt es schier kein Entkommen vor Skyr, einer seltsamen Art von dickflüssigem Joghurt. [Neuerdings läuft auch im deutschen Fernsehen Werbung für Skyr. Ich bin gespannt, ob sich das durchsetzt oder in ein paar Wochen wieder aus den Supermarktregalen verschwindet.] Tja, und in Finnland gibt es Viili. Das ist Sauermilch, deren Konsistenz jegliche Belehrungen à la “Mit Essen spielt man nicht” zunichte macht. Mit dem schleimigen Zeug lange Fäden zu ziehen war 2005 schon cool. Zeit also, ein altes Foto auszugraben.

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Mitten ins Mittelalter (Tallinn, Estland)

Tallinn – ich bin begeistert!! So eine schöne Stadt! Und das ist jetzt auch irgendwie lustig. In Bezug auf Finnland hatte uns jeder gewarnt: “Da sind Mücken!”. Wir fahren also hin und stellen überrascht fest: “Oh, da sind Mücken!”. Bei Tallinn hatte uns jeder vorgeschwärmt was das für ein schönes mittelalterliches Städtchen ist. Und was stellen wir total überrascht fest? Tallinn ist ein superschönes, mittelalterliches Städtchen!!!!!

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Roadtrip Ende. Und jetzt noch nach Tallinn!

Roadtrip Ende.

Insgesamt zurückgelegte Strecke: 2.100 Kilometer

Geständnis des Tages: Ich hatte keinen Führerschein dabei. Der Lars musste die gesamte Strecke fahren. (Ich dachte ja, wir machen eine Trekkingtour!).

Finnische Logik:
An der Rezeption der Campingplätze wird teilweise Bier verkauft. Diese Alkoholverkaufslizenz geht aber nicht so weit dass man das Bier mit auf die Hütte/ins Zelt nehmen dürfte. Nein, man muss es vor Ort trinken. Fährt man aber in den nächsten Supermarkt und kauft sich dort das gleiche Bier darf man es selbstverständlich mit in die Hütte nehmen. (???!!!).

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Zelten? Machs mal ohne! (Finnland)

Nach den paar Übungsnächten im Zelt wagen wir uns heute an eine neue Stufe der Outdoor-Erfahrung. Wir übernachten draußen OHNE Zelt. Nach langer (sehr langer!) Suche haben wir einen Sami-Unterstand direkt am Fluss gefunden. Zugegebenermaßen steht auf dem Gepinselt nebenan ein Wohnhaus und wir sind auch nicht sicher ob man den Unterstand wirklich einfach so benutzen darf. Aber kein Schild besagt dass die Stelle hier privat wäre, Holz für ein Feuerchen gibt es im Überfluss und auf die Liegefläche des halboffenen Unterstandes passen wir zu zweit. Die Zelte bleiben also im Auto, die Mücken hoffentlich im Wald und wir freuen uns auf eine Nacht ohne nervige Artgenossen. Und: auf eine kostengünstige Nacht. Denn gestern haben wir uns mal so richtig was gegönnt.

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