Ein toller Auftakt der Reisevortragssaison 2016/17:
“Cuba – Insel im Aufbruch” von Bruno Maul

2016-20-29-bruno-maul-in-ambergDie Reisevortragssaison hat begonnen, und das gleich mit einem Volltreffer! Sabine Hoppe und Thomas Rahn von abseitsreisen haben zusammen mit dem Amberger Kulturwerk eine kleine, feine Reisevortragsreihe mit dem schönen Namen “Hin und Weg” auf die Beine gestellt. Deren Auftakt machte diese Woche Bruno Maul mit seinem neuen Cuba-Vortrag, der uns schon vor einiger Zeit als absoluter Geheimtipp empfohlen worden war. Unsere Erwartungen waren dementsprechend hoch – und wurden voll erfüllt!

Bruno Maul, Jahrgang 1975, kommt aus dem Allgäu und ist selbständiger Fotograf, Reisejournalist und Vortragsreferent. Seit über zehn Jahren reist er immer mal wieder nach Kuba, weshalb er gleich zwei seiner Vorträge diesem Land gewidmet hat. Das Geniale: Aufgrund seiner vielen Kontakte zu Kubanern und seinen regelmäßigen Reisen dorthin bekommt er den Wandel, den dieses Land gerade vollzieht, hautnah mit. Sein Vortrag ist gespickt mit Insider-Informationen über Land, Leute, “Denke” und Leben, was – nicht nur für alle, die selbst schon mal in Kuba waren – interessante, erstaunliche und aufschlussreiche Einblicke mit sich bringt.

Und gerade weil Bruno Maul so hautnah mitten vom kubanischen Leben zu berichten vermag, kann er es sich erlauben, auch auf die Schattenseiten der sich langsam öffnenden Insel hinzuweisen: Politische Willkür, Armut und Sextourismus, um nur einige Beispiele zu nennen. Das ist also kein rosaroter Funkel-Vortrag, der von tollen Stränden, Sehenswürdigkeiten, Touristen-Hot-Spots und Zigarren schwärmt, sondern eine ehrliche Momentaufnahme eines zeitweise anstrengenden und mitunter komplizierten Landes, immer wieder unterlegt mit traurigen kubanischen Musikstücken.

Doch das ist noch nicht alles. Denn auch die Fotos, die Bruno Maul in seinem Vortrag zeigt, sind von bestechender Tiefe. Die gezeigten Situationen wirken ungewöhnlich authentisch, so als imgwären sie nicht im Anschluss in Photoshop einer übertriebenen sterilen Aufhübschung unterzogen worden, um Ecken und Kanten zu verschleiern.

Für Lars und mich war Bruno Mauls Vortrag eine perfekte Widergabe dessen, was wir 2012 selbst in Kuba erlebt haben. Einige der Hintergrundinformationen haben uns bestürzt, andere lassen so manches unserer Erlebnisse von damals in einem anderen Licht erscheinen. Und wir sind ziemlich erstaunt, was sich seitdem in Kuba alles getan hat. Man liest es zwar immer wieder, aber so richtig ist dieser Wandel nicht mit unseren Erlebnissen aus 2012 zu vereinbaren – wie beispielsweise die Information, dass nun tatsächlich viele Kubaner über ein Smartphone verfügen.

Ich wünschte, mehr Reisevorträge wären so wie dieser: Mutig, anders und authentisch. Es wäre toll, wenn Bruno Maul bald wieder mit einem Votrag bei uns in der Nähe vorbeischaut.

Weitere Infos: www.bruno-maul.de

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