Kolumbianische Bildimpressionen (Umland von Bogotá)

Heute haben wir eine Busfahrt nach Zipaquirá gemacht, eine 100.000 Einwohner-Stadt, 50km nördlich von Bogotá. Dort befindet sich in einem Berg eine der größten Salzminen der Welt. Darin wurden riesige, kirchenähnliche Räume ausgehöhlt, weshalb die Mine auch als Salzkathedrale bekannt und eine der Hauptattraktionen hier ist.

Nach Zipaquirá gelangten wir nicht etwa mit einer geführten Tour, sondern auf eigene Faust, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Es gibt hier ziemlich moderne rote Busse, die Transmilenio heißen und eine eigene Spur befahren dürfen. Die Bushaltestellen sind käfigähnlich und nur über eine Schleuse zu betreten – wenn man dann einmal in diesem Haltestellensystem drin ist kann man für ca. 70 Cent so weit fahren, wie man will. Fliegende Händler verkürzen die Busfahrzeit ungemein – vermutlich hat man seine gesamten Einkäufe des Tages erledigt, wenn man nur lange genug Busfährt (wir hatten leider zwei Schokoriegelverkäufer direkt nacheinander). An der Endhaltestelle mussten wir dann in einen kleineren Bus umsteigen, der so eine Art “Einfänger” dabei hatte, also einen Menschen, der an jeder Ecke rausgehüpft ist und andere Menschen zum Mitfahren animiert hat. Alles total problemlos, und wenn man einmal nicht weiter weiß: Die mega freundlichen und hilfsbereiten Kolombianer helfen einem sofort weiter.

Die Fahrt ging über eine 1A-Straße, neben der ein 1A Radweg (!) entlangführte, vorbei an Feldern und Weiden. Hier liegt überraschend wenig Müll in der Pampa; überall stehen Recycling-Mülleimer (meist sogar verschiedene für verschiedene Wertstoffe) herum. In Zipaquirá haben wir schließlich einen tollen und entspannten Tag verbracht – einmal mehr haben wir uns keine Sekunde lang unsicher gefühlt. Auf dem Rückweg zum Hotel sind wir noch an einem großen Supermarkt vorbeigekommen und haben mal wieder das wunderbare Obstsortiment bestaunt. Bei jeder dritten Frucht haben wir gerätselt, was das wohl sein könnte – da kam gleich ein freundlicher Mitarbeiter her und hat uns angeboten, ein “Mangostino” zu probieren. Total nett (und total lecker!).

Interessantes:
– Der Dacia Duster ist hier Renault Duster
– Hier gibt es “Behandeltes Wasser” im Mineralwasserregal – das ist irgendein (wohl einst verschmutztes) Wasser, aus dem mittels UV-Strahlung und Aktivkohle die Schadstoffe herausgefiltert wurden und das nun “optimal unbedenklich” für den Menschen ist. Der Chlorgeschmack von dem Wasser haut einen allerdings trotzdem um, und uns ist nicht so ganz klar, warum man das kaufen sollte, wenn es doch auch “unbehandeltes” Wasser gibt.

2 Kommentare

  1. Die Frucht vorne links könnte eine Stachelannone (Guanabana) sein…

  2. Hallo Heike,

    Hast Du gegoogelt oder kennst Du sie? Wenn wir wieder einkaufen versuchen wir Details rauszubekommen.

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