Athen, letzter Teil: Die schönste Straßenbahnlinie Europas (Glyfada-Piräus)

Athen (2)Es ist Zeit, unseren wunderschönen Athen-Urlaub hier auf diesem Blog zum Abschluss zu bringen. Nach der Story über die Fisch-Abzocke widmen wir uns zunächst noch kurz einer weiteren Schattenseite von Athen: Dem Hafenbezirk von Piräus. Danach steigern wir die Schönheit aber wieder und lassen Urlaub und Urlaubsbericht bei gutem Essen am Meer und einem Besuch des beeindruckenden Ersten Athener Friedhofs ausklingen.

Zur Erinnerung: Wir wollten unbedingt nach Piräus. Die Anreise gestaltete sich aber als schwierig, da uns niemand verraten wollte, wie wir dort hinkommen. Wir sind dann in Glyfada gelandet, wo es nichts zu sehen gab, und kamen schier nicht mehr weg, weil sämtliche Fahrkartenautomaten für die Straßenbahn außer Betrieb waren. Während wir dann zwangs-schwarzfahrend in der Straßenbahn saßen um irgendwie zurück in die Athener Innenstadt zu kommen ist mir plötzlich aufgefallen, dass eine weitere Straßenbahnlinie Glyfada und Piräus miteinander verbindet. Endlich konnten wir also das “Erlebnis Piräus” in Angriff nehmen.

Die Schattenseiten von Piräus

Athen (46)Laut Reiseführer – das habe ich im Nachhinein festgestellt – gilt diese Straßenbahnline von Glyfada nach Piräus eine der schönsten Europas! Flugs sind wir also in die Bahn nach Piräus umgestiegen und haben sechzig Minuten Fahrt, immer am Meer entlang, auch überaus genossen. Die Endstation der Straßenbahnlinie lag irgendwo in der Pampa, von wo aus wir noch eine Station mit der (nicht klimatisierten) U-Bahn fahren mussten. Tja. Und dann fanden wir uns sozusagen mitten in der Bronx wieder. Piräus alias “Der größte Passagierhafen Europas” befand sich in einer dermaßen dreckigen und abartigen Gegend, dass wir nach 100 Metern kehrt gemacht haben und zurück zur U-Bahn sind. Auf den Gehsteigen saßen Bettler, überall lag Müll rum, alles war schäbig und heruntergekommen. Diese Seite von Piräus/Athen kann locker mit den Brennpunkten südamerikanischer Großstädte mithalten. Aber schon seltsam: Beim Namen “Piräus”, da denkt man doch an schnuckelige Segelboote und tolle Yachten, an Meer und Tavernen, an Sommer-Sonne-Urlaubs-Feeling. Sollten wir uns so getäuscht haben?

Die schönen Seiten von Piräus

Die schönen Seiten von Piräus sollten wir erst am nächsten Tag entdecken. Dann haben wir nämlich doch noch ein paar Euro in die Piräus-Linie des teuren Hop-on-hop-off-Bus investiert. Dieser hat zwar zunächst auch den hässlichen Passagierhafen angesteuert (wo die meisten Bus-Insassen auch freudig ausgestiegen sind – als sie ihren Irrtum bemerkt haben, war der Bus natürlich schon Athen (1)längst losgefahren…), aber danach – da kam die wahre Pracht von Piräus! Fischerboote, Luxuswohnungen, Restaurants mit Meerblick. Ein Traum! Lange Zeit sind wir einfach an der Uferpromenade entlang gelaufen, haben den tollen Ausblick genossen und uns die Sonne auf den Kopf scheinen lassen. In einer schönen Taverne haben wir Riesengarnelen gegessen und irgendwo in einem Café an einem kleinen Hafen etwas getrunken. Urlaubsfeeling pur – und Piräus so, wie man es sich vorstellt!

Der Erste Athener Friedhof

Als Urlaubs-Abschluss haben wir noch dem Ersten Athener Friedhof einen Besuch abgestattet. Der wurde im Jahr 1834 angelegt und zeigt eine Menge toller, weißer Gruften, Gräber und Statuen. Absolut sehenswert! Wer in Athen ist, sollte einen Besuch auf diesem Friedhof (der zentral in der Innenstadt liegt) auf keinen Fall auslassen!

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