Mein Schiff 2: Von Malta nach Piräus (Athen)

Und dann war’s auch schon so weit: Wir waren in Athen! Oder besser gesagt in Piräus, dem drittgrößten Mittelmeerhafen überhaupt. In Athen waren wir schon öfter, weshalb der Besuch total entspannt war. Nach dem köstlichen Frühstück im Anckelmannsplatz-Buffet-Restaurant haben wir uns – neues Ritual! – zunächst in die ultrabequemen Lounge-Stühle auf dem Pool-Deck fallen lassen, um erstmal die große Masse an Leuten von Bord gehen zu lassen. Erst gegen 11 Uhr sind wir dann gemütlich zum Schiffsausgang und von dort aus gleich in den nächstbesten Hop-On-Hop-Off-Bus gestiegen.

Weiterlesen

Mein Schiff 2: Entspannung pur am ersten Seetag

Unser erster richtiger Reisetag war gleich ein kompletter Seetag. Den herumzubringen war angesichts des umfangreichen Bordprogrammes wieder kein Problem. Wie schon beim letzten Mal wurde der Workshop “Tücher kreativ binden” angeboten, es gab Whiskey-, Cognak- und Weinverkostungen, Mal- und Sportkurse, Singletreffs und ein Kochduell. Sehr lustig fand ich außerdem den Workshop “Obst- und Gemüseschnitzen” sowie die Modenschau, bei der Mitreisende sich als Models ausprobieren und dadurch gleich ihre Peinlichkeitsschwelle testen konnten.

 

Weiterlesen

Kreuzfahrt, Volume 2: Wiedersehen mit der Mein Schiff 2

Dass Kreuzfahrten moralisch verwerflich sind, habe ich in diesem Beitrag schon dargestellt. Mehr noch als die Arbeitsbedingungen an Bord belastet mich dabei die Ökobilanz, die jeder live und in (schwarzer) Farbe bestaunen kann, der während der Fahrt des Schiffes mal seinen Blick gen Himmel richtet. Es gibt also nichts zu rechtfertigen, zu beschönigen oder zu entschuldigen, schon gar nicht für den Öko-Apostel und Biomarktkäufer, der ich im wahren Leben bin. Und doch habe ich es – nach einigem Ringen –  getan: Ich habe wieder eine Kreuzfahrt gemacht. Wieder mit der Mein Schiff 2 von Tuicruises. Wieder ins Mittelmeer. Und sogar in der gleichen Kabine. Und: Es war schön! Sehr schön sogar.

Weiterlesen

Für die leidensfähige Leserschaft:
Adam Fletcher mit “Du fährst wohin?!”

Ich fasse dieses Buch mit einem Wort zusammen: “Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!”

Noch nie, wirklich noch nie, habe ich bei einer Lektüre bei jedem einzelnen Kapitel zurück zum Inhaltsverzeichnis geblättert, um zu schauen, wie viele Seiten lang ich noch (mit)leiden muss. Die Geschichten, die Adam Fletcher (Jahrgang 1983) in seinem Reisegeschichtenbuch “Du fährst wohin?!” zusammengestellt hat, sind einfach zu krass – auf quasi jeder dritten Seite standen mir die Haare zu Berge. Hinzu kommt Adams himmelschreiend komischer und nüchterner Erzählstil – ich habe dieses Buch geliebt!

Weiterlesen

“Unter Segeln zuhause” – Mit der Familie auf dem Boot um die Welt

Eine Weltreise auf einem Boot ist an sich schon ungewöhnlich (zumindest im Genre “Reisebuch”). Und dann auch noch mit zwei kleinen Kindern, das hat Seltenheitswert. “Unter Segeln zuhause” hat deshalb sofort mein Interesse geweckt.

Insgesamt 14 Jahre lang war Michael Wnuk bis jetzt auf den Meeren dieser Welt unterwegs. Zusammen mit seiner Frau Nathalie Müller und den beiden Kindern Lena (4) und Maya (6) startete er 2011 eine weitere mehrjährige Segelreise: Von Buenos Aires um Kap Horn bis nach Puerto Montt in Chile, und schließlich von Surinam über Kuba zurück nach Flensburg.

Weiterlesen

Eindrücke aus unbekanntem Terrain:
Markus Huth mit “Ohne Plan durch Kirgisistan”

Fast wäre ich auch schon mal in Kirgisistan gelandet. Als ich meine Mongolei-Reise gebucht hatte, hieß es zunächst, dass die Reise aufgrund zu geringem Interesse nicht zustandekommen würde. Stattdessen stünde Kirgisistan auf dem Programm – ein Land, von dem ich echt gar nichts wusste. Eigentlich war es mir nur durch den abgefahrenen Kurzfilm “The Road to Karakol” bekannt, den ich auf der European Outdoor Film Tour gesehen hatte*. Kurz bevor es dann tatsächlich nach Kirgisistan gehen sollte, hatten sich plötzlich doch genug Leute für die Mongolei gefunden. Seitdem ist Bishkek einer meiner Sehnsuchtsorte. Irgendwann fahr ich da hin.

*Der Macher dieses coolen Filmchens, Kyle Dempster, ist letztes Jahr beim Bergsteigen in Pakistan tödlich verunglückt. Er war 33 Jahre alt.

Weiterlesen