Prädikat sehr gut: Andrea Diener mit “Ab vom Schuss”

Eher unscheinbar irgendwo am Rand lag dieses Buch in einer Buchhandlung. Nicht nur sein Titel, “Ab vom Schuss – Reisen in die internationale Provinz” klang für mich verlockend, sondern auch das Titelfoto fand ich auf Anhieb zum Schreien. Ein Wischmop, gelehnt an eine hässliche Betonrampe, dahiner Strommasten und ein scheußlicher Plattenbau. Vermutlich irgendwo in Nordkorea oder so. Das Buch habe ich sofort gekauft, sofort gelesen und bin begeistert. Bisher ist es das einzige Buch von Andrea Diener – da muss dringend Nachschub her.

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Ein tolles Erlebnis: Als Zuschauer bei Wer wird Millionär

Vier Jahre Wartezeit und durchschnittlich 285.000 Leute in der Warteschlange – da rechnet man gar nicht damit, dass man jemals noch zum Zug kommt. Als vor ein paar Wochen eine Mail von EndemolShine in meinem Postfacht landete konnte ich es deshalb kaum glauben: Endlich, erstmals, hätte ich die Gelegenheit, Tickets für Wer wird Millionär zu ergattern! Ich habe natürlich keine Sekunde gezögert und auf “Buchen” geklickt. Ein Jahreshighlight: Als Zuschauer bei Wer wird Millionär!

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Dinner in the Dark – Ein Erfahrungsbericht

Lars und ich beim Dinner in the Dark

Lars und ich beim Dinner in the Dark

Zu unserer Hochzeit hatten sich Lars’ Kollegen ein findiges Geschenk ausgedacht: Einen Gutschein für ein “Dinner in the Dark”, ein Abendessen in stockdunkler Dunkelheit. Ich wollte so etwas schon immer mal machen und war dementsprechend begeistert. Allerdings musste ich mich zunächst in Geduld üben: Die Termine sind Monate im Voraus ausgebucht, so dass wir erst jetzt, eineindreiviertel Jahre nach unserer Hochzeit, in den Genuss kamen, dieses besondere Dinner auszuprobieren.

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Rein ins Leben – Marco Buch mit “Life is a Trip”

Manche Menschen sind einfach wahnsinnig. Marco Buch gehört offensichtlich dazu. Durch sein Buch “Making Moves” bin ich auf den Blogger & Weltreisenden aufmerksam geworden. Nun, nach etwa einer Woche Abstand zu seiner Lektüre, schwanke ich immer noch zwischen Entsetzen, Faszination, Neid und Wahnsinn. Es kennt ja vermutlich jeder den Film “Hangover”. Und Marco Buchs Erzählung ist wie eine einzige Aneinanderreihung von Hangover-Episoden. Von zwei Roadtrips berichtet er unter anderem, einmal in Richtung Ukraine mit alten Schrottautos, und einmal durch Südostasien in alten Tuk Tuks. Er erzählt von Schlafmangel, Alkohol, Pannen ohne Ende, Parties, schlechten Unterkünften – ich hätte nach einer Stunde schon die Heimreise angetreten.

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Walter Wärthls Reisevortrag: Mein weiter Weg nach Rom

“Mit dem Kinderwagen nach Paris” – so hieß Walter Wärthls ungewöhnlicher Vortrag, mit dem er im letzten Jahr auf sich aufmerksam machte. Ungewöhnlich nicht nur deshalb, weil man normalerweise nicht mal so einfach vom Nürnberger Land nach Paris läuft und sein Gepäck dabei in einem Kinderwagen transportiert. Ungewöhnlich war der Vortrag auch, weil Walter Wärthl jemand ist, der sich nun mit über 60, nach dem Ende seines Arbeitslebens, all die Träume erfüllt, für die er nie Zeit hatte. Er sprüht geradezu vor Plänen, Begeisterung und Fitness. Nachdem er 2013 nach 32 Tagen und knapp 1.100 Kilometern in Paris angekommen war, stand offensichtlich fest: Da setzt er noch eins drauf. 2016 war dann Rom das Ziel. Darüber berichtet Walter Wärthl in seinem neuen Vortrag “Mein weiter Weg nach Rom”. Den haben wir uns gestern angeschaut und dabei unheimlich viel gelacht.

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“Was Hape kann, kann ich schon lang” und andere Bücher über den Jakobsweg

Wanderbücher sind meistens nett und kurzweilig zu lesen. Man begleitet den Protagonisten dabei, wie er durch schöne Landschaft stapft und mit recht bodenständigen Problemen wie schmerzenden Füßen oder schnarchenden Zimmernachbarn zu kämpfen hat. Ich durchforste deshalb oft die Amazon-Top-100-Reisebücher nach solchen Wandergeschichten, bevorzugt von unbekannten Autoren, die einfach ihre ganz persönlichen Erlebnisse aufgeschrieben haben. Dabei stoße ich immer wieder auf Bücher über den Jakobsweg, die höchst amüsant und authentisch diese Mörderwanderung beschreiben. Wobei wandern und pilgern ja keinesfalls das Gleiche ist, wie ich inzwischen gelernt habe. Wandern ist etwas für den Körper, pilgern ist für den Geist. Wo jetzt genau der Unterschied liegt erfährt man wahrscheinlich erst, wenn man selbst frohen Mutes den Pilgerstab schwingt.

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