Hinter dem Wasserfall – Island Roadtrip, Teil 6

2016-04-25 Straße bei GrindavikWasserfälle von vorne hat man schon viele gesehen, aber einmal hinter einem Wasserfall zu stehen ist etwas ganz Besonderes. Das geht am isländischen Seljalandsfoss, wo sich hinter dem 66 Meter hohen Wasserfall eine Höhle verbirgt, die es nicht-wasserscheuen Besuchern ermöglicht, auf halber Höhe hinter dem Wasserfall vorbeizulaufen. Das ist ein lustiges Vergnügen, aber bei allzuvielen Menschen am Wasserfall nicht zu empfehlen. Der Weg ist schmal, steinig, glitschig und ungesichert. Wenn sich da im Sommer Menschenmassen aneinander vorbeischieben stelle ich mir das gruselig vor. Bei uns war’s noch akzeptabel, obwohl auch hier eine lokale Souvenir- und Fressbude die erwarteten Massen schon andeuteten.

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Die Verhüllte unverhüllt – Island Roadtrip, Teil 5

2016-04-25 PferdeIsländische Öffnungszeiten wären nicht isländische Öffnungszeiten, wenn sie immer stimmen würden. Guter Dinge haben wir deshalb am nächsten Tag das Eyjafjallajökull Visitor Center angesteuert. Ihr erinnert Euch: Laut Website sollte das Center an Wochenenden geschlossen sein, laut Aushang an der Eingangstür aber täglich um 11 Uhr aufmachen. Es war Sonntag, kurz vor 10 Uhr. Unser Optimismus wurde nicht enttäuscht: Auf dem Parkplatz vor dem kleinen Gebäude stand bereits ein Reisebus, die Tür des Visitor Centers war offen, und zehn Sekunden nach unserem Betreten des Centers wurde auch schon die filmerische Dokumentation über den Vulkanausbruch gezeigt. Und die muss man jetzt näher erklären.

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Eyjafjallajökull, ganz zahm – Island Roadtrip, Teil 4

2016-04-23 Eyjafjallajökull 03Als ich 2010 zum ersten Mal in Island war, war der Ausbruch des Eyjafjallajökull gerade vier Monate vorbei. Da viele Landstriche in Island ziemlich schwarz, ziemlich vulkanisch und ziemlich zerstört sind, habe ich mich damals schwer damit getan, den Ort des Vulkanausbruchs überhaupt zu entdecken. Die Ringstraße war längst repariert, die Asche weggeweht, und die Eyjafjallajökull-Marketingmaschinerie noch nicht angelaufen. Insgesamt war dieser Reiseabschnitt entlang des Vulkans also eher enttäuschend. Nicht so aber im Jahr 2016: Der Lonely Planet Reiseführer offenbarte ein „Eyjafjallajökull Visitor Center“, das recht lohnenswert sei; ein Reykjaviker Taxifahrer bestätigte uns diese Aussage. Ich war also mega gespannt.

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Intermezzo: Island-Fotogalerie

2016-04-25 Blaue Lagune 01Kein Island-Urlaub ohne eine Flut an Fotos, die mich, kaum bin ich wieder zuhause, schier wahnsinnig macht. Seit Tagen wühle ich mich durch Hunderte von Landschaftsaufnahmen und bin nicht in der Lage, auch nur ein Bild zu löschen. Deshalb gibt’s jetzt ein kleines Intermezzo in der Roadtrip-Nachlese, und zwar in Form einer Bildergalerie. Lasst die schöne Landschaft einfach auf Euch wirken. Meine Lieblingsfotos sind übrigens die Straßenfotos. Diese Straßen durch das isländische Nichts – einfach genial. Sehr cool ist außerdem diese Landschaft mit den Millionen moosbewachsenen runden Lavabrocken. Aber bevor ich zu sehr schwärme höre ich lieber auf. Morgen geht’s dann mit dem Eyjafjallajökull weiter. 🙂

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Seehunde im Jökulsárlón – Island Roadtrip, Teil 3

2016-04-22 Jökulsarlon 02Jökulsárlón ist die berühmte Gletscherlagune, auf dessen Eis James Bond im Jahr 2002 mehrere Aston Martins geschrottet hat („Stirb an einem anderen Tag“). Der normale Island-Besucher fährt dort nicht hin, um Autos zu schrotten (naja, fast – dazu gleich mehr), sondern um die faszinierenden, auf dem Wasser schwimmenden Eisbrocken anzuschauen, die der kalbende Gletscher nach und nach ausspuckt.

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Im Winter schöner als im Sommer – Island Roadtrip, Teil 2

2016-04-21 Faskrudsfjördur - Höfn 04Im August 2010 – also kurz nach dem Ausbruch des Eyjafjallajökull – war ich zum ersten Mal in Island. Damals habe ich mit dem Mietwagen die ganze Insel umrundet und fand trotz seiner Schönheit den Ostteil der Insel ein bisschen deprimierend. Egal wo man hinblickte, es war immer irgendwo Schnee zu sehen (wie gesagt, es war August!), und es hatte stellenweise nur acht Grad. Während ich alle Jacken, die ich dabei hatte, übereinander anzog und trotzdem noch fror, sind die Isländer damals in kurzen Hosen und Birkenstocksandalen herumgelaufen. Die wenigen Dörfer in dieser Gegend, die allesamt in irgendwelchen Buchten am Fuße von Bergen liegen, hatten etwas traurig-Abgeschiedenes an sich, das mich nachhaltig beeindruckt und eher abgeschreckt hat. Jetzt, im Winter/Frühling, dorthin zurückzukehren war deshalb ein ziemlich überraschendes Erlebnis.

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